2008-10-12

Tiere vor der Kamera

Anfang des Jahres hatte ich mir ja eine digitale Spiegelreflex-Kamera zugelegt. Und dann gleich festgestellt, dass selbst bei einer Brennweite von 200mm Naturaufnahmen problematisch werden. So sind meine Bilder vom Fischadler am Hücker Moor nichts weiter als unscharfe Pixel-Haufen: Rechts sitzt der Adler, links sieht man einen Mäusebussard. Und auf diesem Bild kann nur mit ganz scharfen Augen erkennen, wie der Adler von einem Turmfalken verfolgt wird: Da gerade der Vogelzug Richtung Süden im vollen Gange ist und die ersten Kraniche gesichtet wurden, war nun genau der richtige Zeitpunkt, die Ausrüstung etwas aufzumotzen. Das wahre Objekt(iv) der Begierde wäre zum einen unerschwinglich teuer gewesen, zum anderen hätte es ziemlich lächerlich ausgesehen, den Wert einer Kamera um fast das 20-fache zu erhöhen, nur indem man ein Objektiv davorschraubt. Stattdessen habe ich mich für ein Tele-Objektiv der Firma Sigma entschieden. Mit einer maximalen Brennweite von 400mm, einer noch akzeptablen Lichtstärke und einem Bildstabilisator sollte man damit eigentlich ganz brauchbare Bilder machen können. Durch die folgenden Aufnahmen aus dem Oppenweher Moor sehe ich mich bestätigt: Die Bilder (im Picasa-Album, nicht hier im Blog) sind übrigens auf ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe heruntergerechnet worden. Am Dümmer boten sich dann nur recht wenige Motive. Die beiden folgenden Aufnahmen sind eher von bescheidener Qualität: Der Greifvogel war schon recht weit weg. Eigentlich war ich der Meinung, auch dies sei nur ein gewöhnlicher Mäusebussard. Ich war allerdings etwas verwundert, dass er direkt über der Wasserfläche des Dümmers kreiste. Es kann sein, dass es sich um einen See-Adler handelt, aber ich bin mir absolut unsicher. Update: Christopher König von www.duemmerbirding.de hat den Vogel als junge Rohrweihe identifiziert. Mit der richtigen Profi-Ausrüstung sieht das Tier übrigens so aus... Als letzter Test des neuen Objektivs soll dieses Bild dienen: Diese Aufnahme wurde freihändig gemacht, das Bild wurde nicht beschnitten. Ich glaube, an dem Objektiv werde ich noch viel Freude haben.

2008-10-07

Idioten auf zwei Rädern

Das war's. Hiermit stelle ich mein ab jetzt geltendes Desinteresse am "professionellen Radsport" fest. Man beachte die Anführungszeichen, denn abgesehen von den drei Buchstaben "Rad" kann man diese Bezeichnung wohl nicht mehr ernst nehmen. Das ist (jetzt auch für mich) kein Sport mehr, und es gibt anscheinend noch immer genügend Berufstätige in diesem Umfeld, die blöd genug sind, sich ihren eigenen Arbeitsplatz kaputt zu machen. Ich wollte ja schon einen Kommentar zum Comeback von Lance Armstrong schreiben, hab mir das aber mal verkniffen. Ich denke, das Team Astana hat etwas zu viele potentielle Häuptlinge: Alberto Contador, Andreas Klöden und nun Lance Armstrong. Und hatte Alexander Winokurow sich nicht nochmal gemeldet? So viele parallel laufende Rennen gibt es garnicht, dass die sich nicht in die Quere kommen und selbst zerfleischen. Aber dass die beiden Etappen-Gewinne von Stefan Schumacher auch nur erschwindelt waren, dass hat mich ehrlich gesagt ziemlich überrascht. Denn schließlich ist er als Sieger ja noch am selben Tag getestet worden. Und wenn der Ausschluss von Riccardo Riccò aufgrund des exakt gleichen Vergehens noch während der Tour erfolgen konnte, wieso brauchte man nun mehrere Wochen? Ganz abgesehen davon, dass bei diesen Tests jetzt wieder die UCI am Ball war. Ich finde das reichlich merkwürdig, das ist für mich ein Indiz, dass da hinter den Kulissen noch ganz viel gemauschelt wurde. Aber dafür können wir noch ein paar Tage wetten, wer die noch folgenden Doping-Sünder sein werden. Ganz hoch im Kurs stehen ja wohl die Schleck-Brüder. Aber letztendlich sind die Hintergründe ja auch völlig egal. Fakt ist, dass es immer noch Fahrer gibt, die den Schuss nicht gehört haben, und dass es immer noch Organisationen gibt, die nicht durchgreifen wollen oder können. Bleiben also nur noch die Zuschauer und Fans. Und mir als angehörigem der letzten Gruppe können die beiden ersten von nun an gestohlen bleiben. Versucht es in ein paar Jahren noch mal, wenn sich wirklich was verändert hat. Dieses Blog wird sich bis auf weiteres diesem Thema nicht mehr widmen.

2008-09-24

Neue, virtuelle Heimat

Ich habe am letzten Wochenende meinen Web-Server "www.oe-files.de" umgezogen. Wenn ich alles richtig gemacht habe, sollte niemand was davon gemerkt haben. Der bisherige Hoster Lycos, bei dem ich es immerhin drei Jahre lang ausgehalten hatte, war einfach nicht mehr tragbar. Solange der vServer lief, war's ja in Ordnung, aber wehe, es gab Probleme. Dann war es so gut wie unmöglich, Hilfe zu bekommen, geschweige denn mal eine Erklärung, was denn das Problem ist. Jedem angehenden Kunden empfehle ich, einen Blick in das Benutzer-Forum zu werfen, und sich dann einen anderen Anbieter zu suchen. Das einzige, was (zumindest vor drei Jahren) für Lycos sprach, war der günstige Preis. Aber die Zeiten ändern sich, und ich bin jetzt bei netdirekt. Für nur unwesentlich mehr Geld kriegt man einen kleinen, aber dafür nicht-virtuellen Rechner. Der wichtigste Grund für mich war aber, dass netdirekt einen unglaublich fantastischen Support geliefert hat: Sämtliche Fragen im Vorfeld wurden schnell und zufriedenstellend beantwortet. Und vor allem wurde mir per KVM-over-IP und dem Brennen eines von mir genannten ISO-Images ermöglicht, auf "meinem" Rechner das Betriebssystem meines Vertrauens zu installieren: Endlich NetBSD, nie wieder Linux! Soweit ich das sehe, laufen alle Anwendungen wie zuvor. Einzige Auffälligkeit war, dass ich ziemlich schnell ziemlich viele HTTP-Zugriffe aus Polen hatte. Die Erklärung ist, dass die IP-Adresse anscheinend vorher einem polnischen Laden gehört hat (bitte fügen Sie hier alle Vorurteile ein, die Ihnen spontan einfallen), der wohl so schnell Pleite gemacht hat, dass er nicht mal seinen DNS-Eintrag entfernen konnte. Mal schauen, wie lange das noch anhält.

2008-08-29

Die letzte Schleife

Beinahe hätte ich's verpasst: Heute hat die Deutschlandtour 2008 begonnen. Weiter unten gibt's auch wieder den üblichen Service mit Strecken für Google Maps und Google Earth. Aber das verkommt dieses Jahr irgendwie zur Nebensache. Ich finde, der Abgang des Teams Gerolsteiner und seines Chefs Hans-Michael Holczer ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Da gibt es ein Team, das seit Jahren glaubwürdig gegen Doping kämpft, einen Team-Leiter, der vor allen anderen auf schärfere Kontrollen drängt, und dann werden ausgerechnet diese Leute die Opfer der miesen Stimmung, die die potentiellen Sponsoren vergrault hat. Dabei war die Bilanz in diesem Jahr alleine bei der Tour de France doch wirklich überragend: Zwei Etappensiege und ein Tag im gelben Trikot durch Stefan Schumacher, das Bergtrikot und der dritte Platz in der Gesamtwertung durch Bernhard Kohl. Was will man eigentlich mehr? Und ich denke schon, dass die diesjährige Tour die Wende eingeläutet hat. Das Bergsprintwunder (und Berufsgroßmaul) Riccardo Ricco wurde schon nach wenigen Tagen überführt, und die häufigen Führungswechsel waren ein Indiz dafür, dass ziemlich viele Fahrer unter den gleichen Bedingungen fuhren. Wenn ich das mit diversen Schwimmwettbewerben oder den Sprint-Läufen bei den Olympischen Spielen in Peking vergleiche, dann habe ich so eine Ahnung, wo mehr mit Drogen nachgeholfen wurde. Ein Usain Bolt, der für die 100 Meter 9.69 Sekunden braucht und dabei die letzten zwanzig Meter in's Joggen gerät? Wer's glaubt... (Nebenbei: Ich habe gerade versucht, per Google ein Bild davon zu finden: Gibt's nicht. Ist das die Macht des IOC, das ja nicht gerade glücklich über die arrogante Pose war? Haben die es tatsächlich geschafft, alle Beweise im Web dafür zu verbannen?) Ich wünsche den Fahrern, den Technikern und der Team-Leitung von Gerolsteiner, dass sie woanders gut unterkommen. Bonne Chance et Bonne Route. So, nun noch das Pflichtprogramm: Alle Etappen der Deutschlandtour 2008 zusammen für Google Earth, oder die Einzel-Etappen in Google Maps:

2008-07-16

Stellungswechsel

Irgendwie scheine ich bisher noch nicht den Job gefunden zu haben, in dem ich es längere Zeit aushalte. Wie schon durch ein paar Kommentare angedeutet wurde, bin ich nicht mehr bei Telefónica. Letzte Woche hatte ich meinen letzten Arbeitstag, und seitdem habe ich mir überlegt, wie und was ich hier schreibe. Die gute Nachricht vorweg: Ich muss demnächst nicht von Hartz IV leben, sondern habe heute meinen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben. Aber der Reihe nach. Ursprünglich habe ich in diesem Blog ja mein Arbeitsleben als angehender Lehrer und das jähe Ende dieser kurzen Karriere recht ausführlich beschrieben. Über meine Arbeit bei Telefónica habe ich mich aber geflissentlich ausgeschwiegen, wenn man mal von einem Beitrag zum Arbeitsantritt absieht. Das liegt zum einen daran, dass ich natürlich nicht wirklich gut über irgendwelche Interna schreiben konnte, zum anderen aber auch, dass es einfach nichts spannendes zu erzählen gab. Jenseits dieses Forums habe ich vermutlich jedem, ob er es nun hören wollte oder nicht, schon längere Zeit mein Leid geklagt, dass mir meine Arbeit nicht wirklich Spass gemacht hat. Seit einigen Jahren stellt Telefónica entbündelte DSL-Anschlüsse zur Verfügung. Das bedeutet, die "letzte Meile" zum Kunden wird vom magenta Ex-Monopolisten bereitgestellt (nicht ganz freiwillig, dafür gibt's die Bundesnetzagentur), den Rest machen "wir". Allerdings relativ unsichtbar für die Öffentlichkeit, weil diese Dienstleistung an klassische DSL-Reseller verkauft wird, die das ganze dann unter ihrem Namen an den Mann und die Frau bringen. Ich war gemeinsam mit einigen Kollegen für die Software zuständig, die die ganzen Abläufe zwischen den beteiligten Parteien koordiniert, wenn Joe Surfer bei Provider XYZ einen DSL-Anschluss bestellt. Leider deckte sich das nur sporadisch mit dem, was ich mir gemeinhin unter einer "sinnvollen Arbeit" vorstelle, oder gar "wofür ich studiert habe". Irgendwie waren immer wieder die gleichen Probleme in immer neuen Ausprägungen zu lösen, was auf die Dauer ziemlich frustrierend wurde. Immerhin habe ich auf diese Weise erfahren, wie "in der freien Wirtschaft gearbeitet wird" - und ich bin reichlich unterwältigt. Da wird auch nur mit Wasser gekocht, und das wird dann sogar noch von zu vielen Köchen verdorben, um mal zwei Redewendungen hemmungslos zu vermengen. So traf es sich ganz gut, dass ich auf eine Stellenausschreibung aufmerksam gemacht wurde - im Hochschulrechenzentrum der Universität Bielefeld. Um's kurz zu machen: Ab August bin ich dort für Active Directory und VMware zuständig. Mit anderen Worten: Ich bin wieder zu Hause. Wahrscheinlich dürfte ich damit der einzige sein, der in allen drei großen (verbliebenen) Rechnerbetrieben der Uni gearbeitet hat: TechFak, Genetik/CeBiTec und jetzt eben HRZ. Mathematik und Physik ignoriere ich mal einfach, vor allem haben die AFAIK schon bessere Zeiten gesehen. Um noch die versteckten Botschaften in den Kommentaren aufzulösen: Die Kollegen haben mich mit ein paar Abschiedsgeschenken überrascht, damit hatte ich echt nicht gerechnet. Zum einen gab es ein paar Kino-Gutscheine, die alle schon verplant sind. Zum anderen scheint es zu einer Tradition zu werden, dass ich ein Revell-Modell bekomme, wenn ich gehe: Natürlich nicht ohne die obligatorischen Frotzeleien "Du bist ja jetzt im Öffentlichen Dienst, da hast Du dann ja ganz viel Zeit!" Ich kann absolut nichts garantieren. Vor allem, weil ich ja immer noch nicht die andere Bringschuld beglichen habe. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den Kollegen vom SPCI-Team bedanken. An Euch hat es bestimmt nicht gelegen, dass ich gegangen bin. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft.

2008-07-13

neulich im Kino: "Hancock"

Filme mit Superhelden sind ja seit ein paar Jahren voll im Trend: X-Men, Batman, die Fantastischen Vier, und so weiter und so fort. Im Kino läuft gerade das Remake von "Hulk", nachdem die letzte Verfilmung vor gerade mal fünf Jahren wohl nicht ganz den gewünschten Erfolg hatte. Und in wenigen Tagen gibt's dann noch die unvermeidliche, Leslie-Nielsen-bestückte Genre-Verarsche "Superhero Movie". Zeit also, die ganze Sache mal unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Dass einige der Superhelden garnicht so erpicht auf ihre Rolle sind, war hin und wieder schon mal angedeutet worden (Peter Parker als Spiderman, Wolverine in X-Men). Aber dass ein Superheld ein (und ich zitiere jetzt) "Arschloch" ist, das ist relativ neu. Niemand ist mit seiner Arbeit zufrieden, was vielleicht daran liegt, dass er sie entweder sturzbesoffen oder total verkatert ausübt. In aller Regel richtet er mehr Schaden an, als er eigentlich versucht, zu verhindern. So ein Super-Antiheld ist John Hancock, gespielt von Will Smith. Als er einem PR-Agenten das Leben rettet, macht dieser es sich zur Aufgabe, das Image von Hancock aufzubessern. An sich ist der Ansatz nicht schlecht, er verspricht einen Film, der sich von den oben genannten absetzt. Und auch durch einen anderen Trick wirkt "Hancock" ganz anders: Er ist fast vollständig mit einer Handkamera aufgenommen und hat durch die wackligen Bilder fast schon was von einem Dokumentarfilm. Gerade dadurch wirken die Spezialeffekte nochmal realistischer und überraschen den Zuschauer, da sie plötzlich und unerwartet eingeschoben werden. Die Verschmelzung von "echten" und "künstlichen" Bildern habe ich bisher noch nie so nahtlos gesehen. Da wird ein Auto auf der Nadel des Capitol-Records-Gebäudes aufgespießt, oder Hancock hält einen Zug an und die Wagons dahinter türmen sich auf, und man erkennt den Trick eigentlich nur daran, dass man weiss, dass es nicht real sein kann. Langsam erfährt der Zuschauer etwas über die Vorgeschichte von Hancock, während er sich bemüht, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Aber irgendwie ist das nicht wirklich spannend. Man schreckt regelrecht hoch, wenn der Film ziemlich genau in der Mitte eine total überraschende Wende nimmt - wenige Minuten später wäre man vermutlich eingeschlafen. Wenn dieser Film in den USA das bisher beste Eröffnungswochenende erzielt hat, dann spricht das nicht unbedingt für die Filme, die bisher gelaufen sind. Meiner Meinung nach krankt der Film daran, sich nicht richtig entscheiden zu können, ob er nun eine Charakter-Studie, eine Komödie oder ein Action-Film sein will. Von allem ist ein wenig drin, aber die Mischung passt einfach nicht. Ein totaler Flop ist er aber auch nicht, dafür ist er mit Will Smith und Charlize Theron dann doch zu gut besetzt und die Effekte sind zu beeindruckend. Eine positive Sache hatte das ganze übrigens doch noch: Ich habe mir endlich mal wieder eine Original-Fassung im Astoria angesehen. Glücklicherweise scheint dort eine alte Tradition wiederbelebt worden zu sein, nachdem das Cinestar sich in dieser Hinsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Das Astoria zeigt, wie es richtig geht: Ständig mindestens einen Film im Original, manchmal sogar zwei. Und in der Vorschau werden die Trailer ebenfalls unsynchronisiert gezeigt. Ich wünsche dem Astoria reichlich Publikum, damit uns diese Einrichtung lange erhalten bleibt.

2008-06-29

La même procédure que l'an dernier

Während sich die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft gerade in Wien im Finale abmüht, startet in knapp einer Woche schon das nächste sportliche Großereigniss. Und wer weiß, vielleicht geht es ja bei der Tour de France 2008 zur Abwechslung mal wieder mehr um Sport als um irgendwas anderes. Es ist zumindest erstaunlich ruhig bisher: Keine Enthüllungen, keine Geständnisse, keine Razzien. Mal abgesehen davon, dass sich die A.S.O. als Organisator der Tour mit der UCI überworfen hat. Was, so mein Eindruck als Aussenstehender, kein schlechtes Zeichen sein muss... Im Prinzip könnte ich auf meinen üblichen Service verzichten, die 21 Etappen für Google Maps und Google Earth aufzubereiten, weil entsprechende Dateien z.B. bei der ARD zu finden sind. Da diese allerdings bei mir nicht funktionieren, stelle ich aber wieder die von mir aufbereiteten Daten bereit. Wie schon in den Jahren zuvor kann man sich entweder alle Etappen für Google Earth herunterladen, oder sich einzelne Etappen per Google Maps ansehen: Erstaunlicherweise gibt es dieses Jahr keinen Prolog, und auf die Zeit-Bonifikationen bei Sprints und im Ziel wurde verzichtet. Hmm, vielleicht erhöht das die Chancen für Erik Zabel auf's Grüne Trikot, weil die Konkurenz etwas kleiner wird. Update: Wie im Google LatLong Blog berichtet wird, hat Google die Etappen mit seinen Street-View-Fahrzeugen abgefahren, so dass man sich die Strecken direkt aus der Perspektive der Fahrer ansehen kann. Wie bei Google üblich funktioniert das "einfach so". Man schaut sich also über einen der obigen links eine Etappe in Google Maps an, und schon erscheint ein Button "Straßenansicht" (oder "Street View"), und es geht los. Für Google Earth sollte man übrigens noch http://www.glooton.fr/tdf.kml als "Netzwerk-Link" einbinden (bei "Aktualisieren" unbedingt "Regelmäßig" und als Frequenz alle paar Sekunden angeben). Über ihn werden Positionen und Fahrdaten diverser Fahrer übermittelt, so dass man das Rennen auch in GE live verfolgen kann. Also ganz ähnlich, wie man es auch wieder bei den Ubilabs machen kann, wo alle diese Technologien auf einmal zu bewundern sind. Auf diesem Wege hat sich übrigens auch herausgestellt, dass die von der ARD bereitgestellten Etappen-Daten nicht 100%ig passen.

2008-06-01

Your Mileage May Vary - TCX2KML Crosses the Atlantic

My Training Center to Google Earth Converter is used quite actively, from all over the world. That's the great thing about a global Internet: Somewhere is always the right weather for running, biking or hiking. And if not, some people have taken a GPS on their ski trip. But for some of these global users, the figures shown by the converter are quite odd. They ran the 26 miles and some yards of a marathon and wondered, what 42.195 kilometers are. They cycled with an average speed of 16 miles per hour and had no idea, how fast 25.7 km/h really are. The metric system was a natural choice for the converter: The data exported by Training Center uses it, and many countries (including mine) have adopted it. But of course there are some deviators. We all know the consequences, but who's to argue? Anywho, I had imperial units on my todo list for the converter - but not with a high priority. Luckily for all those waiting for this feature, NeilFred Picciotto took the initiative and sent me a patch for an additional parameter. Thanks a lot! I was delighted to add it to my converter. Not only is this a nice feature for many users, but I can also add a new sport to the list of activities the converter is used for: NeilFred records his unicycle tours by GPS. How cool is that? I have updated the converter page to let the user choose between metric and imperial units. While at it, I tried the Google Earth plugin to display the result, but had some troubles with it. But I guess that will be the next feature to add. Stay tuned. Please let me know, how you like this extension. And yes, adding other units wouldn't be that hard, NeilFred's patch allows easy addition of more.

2008-05-29

Die Erde ist eine Web-Seite

Endlich ist zusammen, was zusammengehört: Google hat seine Anwendung "Google Earth" in ein Browser-Plugin umgewandelt. Im Augenblick wirkt das ganze noch etwas rudimentär (wo kann man die vielen Zusatzinformationen ein- und ausblenden), aber das kommt sicherlich noch. Das beste ist: Man kann die 3D-Ansicht einfach als weiteren Karten-Typ in bestehenden Google Maps-Anwendungen definieren. Ich habe meine Seite "Google Map Types Comparison" mal entsprechend abgeändert. Die Integration ist noch nicht perfekt, so wird z.B. das Verschieben der Earth-Ansicht nicht auf die anderen Karten übertragen, aber in die andere Richtung funktioniert es schon einwandfrei. Aber daran wird Google sicherlich in den nächsten Tagen und Wochen noch arbeiten. Ich wage mal die Prophezeiung, dass ich nach und nach meine diversen auf Google Maps basierenden Spielereien anpassen werde.

2008-04-27

neulich in Bielefeld: Nachtansichten 2008

Ist schon wieder ein Jahr 'rum? Auf alle Fälle waren schon wieder die Bielefelder Nachtansichten. Und da der Frühling an diesem Wochenende ein kurzes Gastspiel gab, waren die Veranstaltungen gut besucht. Meine Devise war: "Keine Experimente!" Daher habe ich mich auf wenige Veranstaltungen mit Musik konzentriert, und dafür vieles andere ausgelassen. Los ging es mit einer kurzen Visite in der bewährten Süsterkirche, wo den ganzen Abend die "2. SüsterBrassNight" lief. Vier Posaunenchöre wechselten sich ab oder traten gemeinsam auf. Ich hörte der zweiten Hälfte des Auftritts des Posaunenchors Heepen zu, aber ich hatte definitiv vor, später nochmal vorbeizuschauen. Zunächst folgte nämlich ein kurzer Abstecher zum Ravensberger Park. Im Historischen Museum trat die Cheerleader-Formation "Bielefeld Wildcats" auf. Der Ostwestfale ist ja nun nicht gerade bekannt für seine Extrovertiertheit, und so mussten die jungen Damen trotz einer akrobatischen Vorführung auf engstem Raum mit eher mäßiger Begeisterung vorlieb nehmen. Im Museum Hülsmann hatte ich im letzten Jahr den Keller mit den schönen Sonnenuhren übersehen, die muss man meiner Meinung garnicht so verstecken. Eigentlich hätte es dann wie im Vorjahr weitergehen sollen: Museum Wäschefabrik (mit einer Lesung von Texten von Kurt Tucholsky) und einem Besuch beim WDR. Leider stauten sich vor dem Museum bereits die Besucher, und ich war eigentlich nicht zum Warten gekommen. Und der Nachtansichten-Shuttle musste wegen der Umbauarbeiten auf der Detmolder Strasse eine andere Route fahren, so dass mir der WDR etwas zu weit weg war. Stattdessen ging ich zur Neustädter Marienkirche, wo "Schall - Hall - Raum" aufgeführt wurde, eine Performance für Orgel, Trompete und Flöte. Gemeinsam mit Ruth M. Seiler, der Organistin der Kirche, traten Leonie Brockmann und Frieder Steinle vom WDR Sinfonieorchester Köln auf. Ich hatte den Eindruck, dass diese Musik für viele der Zuhörer etwas zu avantgardistisch war, andererseits scheint die Marienkirche gerne zu experimentieren. Wie ich eben gesehen habe, gab es im März ein Konzert für Orgel, Schlagzeug und Betonmischer... Leider musste ich so unfreundlich sein und das Konzert vor seinem Ende verlassen, weil ich zurück zur Süsterkirche wollte. Auf dem Terminplan stand ein gemeinsamer Auftritt aller vier Posaunenchöre, plus zwei Dudelsackpfeifern. Die vier Chöre wurden auf den Altarraum, die beiden Seitenschiffe und die Empore verteilt. Die Kirche ist verhältnismäßig klein, und so war man als Zuhörer wirklich "mittendrin". Als dann noch die Dudelsäcke hinzukamen, war für einige Zuhörer der Schalldruck dann wohl doch einige Dezibel zu hoch, der eigentümliche Klang der schottischen Instrumente tat noch sein übriges. Ich persönlich fand es ganz hervorragend. Um den Abend dann gewohnt hochwertig ausklingen zu lassen, ging es nun zur Altstädter Nicolaikirche, wo als inzwischen fest gebuchte Institution der Nachtansichten Norbert Ammermann (Sitar) zusammen mit Swapan Bhattacharya (Tabla) das indische Konzert veranstaltete. Ich hatte den Eindruck, dass er es etwas gerafft hatte, und er wies die Zuhörer zu Beginn darauf hin, dass man sich für indische Musik eben etwas Zeit nehmen müsse. Die Fluktuation der Besucher war für mein Gefühl deutlich geringer als vor zwei und drei Jahren. Man hätte sich sicherlich noch viel mehr ansehen und -hören können, aber dann wären die Nachtansichten nur noch Zapping gewesen. Und was mich etwas gestört hat, was aber gerade die Idee des ganzen Abends ist: Dass man der Musik kaum in Ruhe lauschen konnte, weil Leute ständig kamen und gingen. Und sich auch nicht genierten, mehr oder minder laut zu reden, was dann manchmal doch ziemlich nervte. Aber diese Einschränkung muss man wohl auch bei den nächsten Nachtansichen in Kauf nehmen.

2008-04-06

Nieder mit der I.T.

Dieses Lied habe ich vor ein paar Wochen auf WDR5 gehört, jetzt hat es der CCC samt Video auf Chaos TV veröffentlicht. Das erschreckende daran ist, wie richtig die ganzen Vorwürfe sind. Ja, manchmal muss ich mich für meinen Beruf schämen...

2008-03-11

Freigänger

Oder Freischwimmer? Die bereits im Februar am Obersee gesichteten Singschwäne waren heute Morgen wieder da. Wie sich herausgestellt hat, gehören sie eigentlich zum Inventar des Tierparks Olderdissen. Vermutlich hat sie der Trubel um Max und Jule von dort vertrieben...

2008-03-08

Zugvögel im Naturpark Dümmer

Nachdem es gestern gleich zwei Meldungen über Kraniche im Blog "Sturmmöwe" gab, habe ich einen Besuch bei meinen Eltern genutzt, im Oppenweher Moor ebenfalls Ausschau zu halten. Und ich wurde nicht enttäuscht: Etwa 30 bis 40 Tiere machten zwischen Moor und Stemweder Berg Rast: Das war zwar nicht so beeindruckend wie im Herbst 2006, als dort mehrere Tausend Tiere auf dem Weg nach Süden pausierten (und teilweise sogar überwinterten), aber trotzdem ein toller Anblick. Außerdem gab es noch drei Silberreiher und jede Menge Kibitze zu sehen. Anschließend ging es weiter zum Dümmer, und auch dort war reichlich was los. Neben zahlreichen Graugänsen, die sich in kleinen Gruppen über die Wiesen verteilt hatten, drängte sich eine Schar Blässgänse in der Nähe der Hunte: Wirklich gelohnt hat sich die Fahrt aber durch diesen Weißstorch, dem ich, wie ich finde, ein paar richtig gute Fotos verdanke: Da kommen einem die Tiere am Obersee fast langweilig vor...

2008-02-14

Ja wenn's was besonderes ist...

Ich lese gerade in der (neuen?) Postwurfvariante der NW einen Artikel über Singschwäne am Obersee, und dass sie dort so selten wären. Na, dann protze ich doch auch mal mit den Bildern, die ich am letzten Sonntag dort gemacht habe: Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie auf dem letzten Bild Richtung Heepen weiterzogen und nicht vorhatten, in der Nähe zu bleiben. Aber ich werde natürlich die Augen und das Kameraobjektiv offenhalten. Was inzwischen deutlich mehr Spass macht, da ich mir kürzlich eine Nikon D40 zugelegt habe, und zwar gleich das Set mit Normal- und Tele-Objektiv. Hätte ich neulich im Oppenweher Moor nur meine alte Kamera dabei gehabt, dann wären diese übermütigen Hasen schon längst weg gewesen, bevor ich auch nur einmal den Auslöser hätte drücken können. Update: Anscheinend sind die beiden Singschwäne doch geblieben. Am Sonntag kamen sie etwa zeitgleich mit mir am See an. Sie haben dabei allerdings deutlich mehr Lärm gemacht als ich. Und offensichtlich mögen sie keine Gesellschaft. Dieser Höckerschwan (ebenfalls ein Neuzugang) wurde erstmal an's andere Ende des Sees geschickt: Mindestens so interessant ist aber dieses Paar Blässgänse. Das erste Foto ist vom Samstag, das andere vom Sonntag, kurz nach dem Wachwerden. Und ja: Ich brauche für solche Motive ein besseres Teleobjektiv... Und um die Exkursion abzuschliessen: Normalerweise sitzen die Kormorane am Obersee entweder in den Bäumen auf einer der Inseln oder in der nördlichen "Bucht", also weit weg von den begehbaren Wegen. Ihre Schlafplätze scheinen aber östlich des Sees zu sein, so dass man sie auch mal von Nahem erwischen kann:

2008-02-06

... Music is the Best

Ich wollte schon lange auf zwei Musik-Quellen im Netz hinweisen, und ich nehme mal den "Super Tuesday" zum Anlass, um das mit einem dazu passenden Stück zu tun. Quasi der Hymne der diesjährigen Präsidentschaftswahlen in den USA. Bei Deezer gibt's jede Menge aktuelle und ältere Musik, und zwar kostenlos. In der Beschreibung steht zwar, die Betreiber hätten Verträge mit allen großen Plattenfirmen, aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass die Sache einen Haken hat. Aber das kann einem natürlich egal sein, und man sollte nehmen, was man kriegen kann. Bis die Site das Schicksal von Pandora teilt oder komplett verschwindet. Und vor allem kann man einzelne Stücke z.B. in seinem Blog einbinden:
free music
Zwischen klavierspielenden Katzen und untalentierten Selbstdarstellern auf Google Video und YouTube findet man hin und wieder Leute, die richtig gut sind. Ein Engländer namens babyshambler hat fast 100 Videos veröffentlicht, auf denen er Schlagzeug spielt. Größtenteils zu Stücken von "The Who", er hat sich also keinen geringeren als Keith Moon als Vorlage ausgesucht. Und wie auch die Bewertungen und Kommentare zeigen, macht er seine Sache ziemlich gut. Daher nochmal: Wem das gefällt, der sollte sich auch unbedingt "Slipkid", "My Generation", "5.15" oder "Behind Blue Eyes" ansehen und -hören - und einfach all die anderen genialen Videos. Ich war auf der Suche nach der Who-Version von "Baby Don't You Do It" auf babyshambler gestoßen. Das Lied hatte ich erst vor kurzem "entdeckt" und konnte garnicht glauben, dass da The Who spielen. Die Erklärung für den etwas untypischen Sound war, dass das Lied von Holland/Dozier/Holland geschrieben wurde, ich fand das Original von 1964 auf einer von mir viel zu selten gehörten CD von Marvin Gaye wieder. Zum Vergleich nochmal The Who ohne Begleitung bei Deezer. Ach ja: Die Überschrift dieses Artikels ist natürlich dem Zitat von Frank Zappa entnommen.

2008-02-02

Next Update: Earthquake Mashup

I've given my Earthquake Mashup yet another overhaul. And another URL, please update your bookmarks and links. After finally finding another provider for live earthquake data, it was time to add a selector within the application to switch between different feeds. So now you can choose between data from the USGS, EMCS and GFZ. See the help page for more information and what these acronyms mean. With the ugly status bar at the top of the page gone, I think this now truly looks like a Web 2.0 application.

2008-01-25

Mischmasch zu verkaufen

Bisher konnte ich ja dem Drang widerstehen, meine diversen Web-Seiten durch Google Ads und andere Werbung zu verschandeln, und das soll auch so bleiben. Aber eine kurze Werbeunterbrechung in eigener Sache sei mir gestattet. Gestern hat O'Reilly das Buch "Mashups programmieren" veröffentlicht. Und ich hatte das große Vergnügen, ein kurzes Kapitel über mein Erdbeben-Mashup beizusteuern. Im Vergleich zu den Projekten der anderen Autoren (sk8map von Anatol Zund, velyoo.com von Marco Hassler und TVsendr vom Hauptautor Denny Carl) ist mein Beitrag ein absolutes Leichtgewicht. Dafür ist das Mashup aber vollständig dokumentiert, man kann den HTML- und JavaScript-Code also einfach abtippen und es sollte sofort funktionieren. "Dummerweise" war es direkt nach Abgabe des Manuskriptes, dass Google Maps die physische Karte in's Angebot aufgenommen hatte und ich als Folge davon das Mashup deutlich aufpoliert habe. Aber das demonstriert dann vielleicht nur die Schnelllebigkeit des Webs - und mit welcher Leichtigkeit man auf neue Angebote der Basisdienstleister von Mashups reagieren kann.

2008-01-15

Quarantäne

Boah war das gespenstisch. Mein Blog war vor zwei Wochen vom Blogger-Team gesperrt worden, weil es angeblich ein Spam Blog sei. Man konnte meine Artikel zwar noch lesen und kommentieren, und ich konnte auf Kommentare antworten, aber ich durfte keine neuen Beiträge mehr veröffentlichen. Ich weiss nicht, ob's irgendeinenen Zusammenhang gibt, aber eben ist es wieder freigegeben worden - keine zwei Stunden, nachdem ich mir ein Ausweich-Blog eingerichtet hatte (der Einfachheit halber auch bei Blogger). Ich hatte mich da schon auf einen längeren Aufenthalt eingerichtet, und nun ist der ganze Spuk vorbei. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man so plötzlich aus der Blogosphäre verstoßen wird. Und das, ohne dass man irgendwas falsch gemacht hat. Auch wenn ich recht selten poste - es hätte ja jederzeit was wichtiges passieren können, und dann hätte ich mich hier nicht mitteilen können. Geradezu erschreckend fand ich, wie Google anscheinend durch ein paar begleitenden Maßnahmen mich ziemlich schnell und effektiv von der digitalen Landkarte streichen konnte.

2007-12-20

Update: Earthquake Mashup

I've updated my Earthquake Mashup with new icons. Instead of using one icon and scale it to the desired size, the mashup now uses a large set of custom made icons for visualising the magnitude and age of an earthquake. The more transparent an icon is (thanks to PNG's alpha channel), the older the event is. Combined with the new Terrain Map, I think this looks very neat.

2007-12-10

Physische Karten in Google Maps

Google hat an diesem Wochenende neue Karten für seine Maps-Anwendung veröffentlicht. Es handelt sich dabei um einen komplett neuen Kartentyp, der neben der Straßenkarte und den Satellitenbildern ausgewählt werden kann: Eine physische Karte. Dabei wird die Geländeform und -beschaffenheit durch Farbe und Schummerung dargestellt, trotzdem werden Landesgrenzen, Städte und Straßen mit dargestellt. Das ist besonders hilfreich, wenn man Daten auf der Karte einblenden will. In der Straßenkarte können diese Informationen leicht untergehen, in der Satellitenkarte verliert man schnell die Orientierung. Diese neue Karte stellt den idealen Kompromiss dar. Um die verschiedenen Karten direkt miteinandern vergleichen zu können, habe ich sie einmal gleichzeitig auf einer Seite dargestellt (in Abwandlung meines Vergleichs zwischen Google und Yahoo Maps). Die Unterschiede kann man natürlich am besten in bergigen Gegenden erkennen, z.B. am Mont Blanc, am Mount St. Helens, am Kilimandscharo oder am Köterberg. Ich habe in meinem Erdbeben-Mashup diese Karte gleich mal zum default gemacht.

2007-11-20

Training Center Converters

Garmin recently released a new version of Training Center, which added a nice feature: Direct export of trainings to Google Earth. So I was anxious to see, if this would obsolete my own converter. To get the complete picture, I decided to compare several converters that are available on the web. Of course I am a little biased, but just wait and see...

The contenders are
  1. Garmin Training Center itself
  2. GPSies
  3. GPS Visualiser
  4. my own Garmin Training Center to KML Converter
Noncompetitive participant is foreconv, which was not able to convert the format exported by the current version of Training Center. If you want to do the conversion yourself (maybe even with another converter), you can download the history file exported from TC.

I have to admit that this comparison is not really fair. All programs have different scopes and do a lot of different things. GPSies and GPS Visualiser can read and write many different formats, compared to my converter which reads TCX and writes KML exclusively. But let's have a look anyway.

Garmin Training Center

download KMZ file

The big advantage is of course, that you don't need any intermediate steps, like exporting a history file from TC, uploading this to one of the other converters and then loading it into Google Earth. All the data is present in the generated file (like time or distance elapsed, heart rate and cadence), alas only in text form. The track consists of many dots, which display the information when clicked on. Only the track itself is shown - if you can see it through all the small icons.

GPSies

download KML file

GPSies does far more than just converting various input formats (among them GPX, TCX and PCX5) to different output formats (Google Maps, Google Earth and many GPS applications), it allows you to store your tracks and share them with other people. It is a big community of GPS users.

But for now I am only interested in the converter. The first problem was, that it did not accept the current format exported by Training Center. But GPSies uses the Garmin Communicator Plugin, which allows direct upload from the GPS device to a web application, so I used this method. Unfortunately, only the track is visualised, without any further information.

GPS Visualiser

download simple KMZ file

Like GPSies, this application can convert between many, many formats. Actually, it has two interfaces: A simple one and a more complex one. In the simple one, you just upload your file and the resulting KMZ file looks very much like the result from GPSies. The fun starts when you use the complex interface.

download complex KMZ file

In this interface, you can configure many aspects of the conversion. For example, you can insert distance markers at given intervals, which are shown as small arrows indicating the direction. Or you can colorise the track according to further data, like speed, altitude, or, as shown in the example above, heart rate. You can tune and twist nearly every aspect of the resulting file.

Garmin Training Center to KML Converter

download KML file

My own stab at this subject tries to visualise as many data as possible, but without scaring off the user with a complex interface. All data is put into the generated KML file, and you can select in Google Earth, which part you want to see. The image above shows the basic track and distance markers (which are shown only at a fixed distance of one kilometer).

Optionally, you can display heart rate (as above) or cadence, if you have the appropriate sensors. Unlike GPS Visualiser, I choose to display this information with "walls" instead of colors (mainly because this was easier to do in XSLT). I think both methods have their pros and cons, YMMV.

Conclusion

As I said, I am severly biased. Considering my personal requirements, i.e. showing my GPS data in Google Earth, my winner is GPS Visualiser, but of course I have a soft spot for my own converter. I think in terms of ease of use, I can outrun GPS Visualiser. Another aspect is, that my converter (thanks to XSLT) seems to be very robust against changes of the export format of Training Center. GPSies (and foreconv) had problems converting the new format, while my converter needed no change. But of course, this is just as much luck as anything.

2007-10-23

Update: Garmin Training Center to Google Earth

My Training Center to Google Earth converter is now able to display tracks in their recorded altitude. While this is not relevant for ground based activities, if you go paragliding, ultralight flying or canonball riding, this might be an interesting additional information for you. Please check the converter's web page how to turn on this mode. I used a recent trip to Madrid to collect some data to demonstrate this feature. Alas, just to find out, that the barometric altimeter of my GPS device of course gives wrong readings in a pressurised cabin. The plane was not flying at an altitude of 2000 meters, it was a little bit higher. But you get the idea. By the way: Flying directly over the city center of Paris at night time is quite an experience :)

2007-10-21

Das ist aber schön

Anfang des Jahres hatte ich mich darüber beschwert, dass der deutsche Ableger von Comedy Central das Flagschiff des amerikanischen Originals nicht übernommen hat, "The Daily Show with Jon Stewart". Bisher war man hierzulande entweder auf die Zusammenfassung am Wochenende auf CNN International angewiesen, oder musste mit den letzten zwei bis drei Episoden vorlieb nehmen, die auf der Website angeboten wurden. Doch nun hat sich Viacom dazu entschlossen, das komplette Archiv seit 1999 zugänglich zu machen. Nebenbei wurde die Site überarbeitet und sieht nun deutlich aufgeräumter aus - auch wenn immer noch viel Werbung auf die Seiten gequetscht ist. Abgesehen davon, dass die Episode in meinem letzten Artikel nun wieder angezeigt wird, kann man nun nach Herzenslust Videos einbinden und muss sich keine Sorge machen, dass sie nach ein paar Wochen nicht mehr funktionieren. Fangen wir also gleich damit an: Jon erklärt, wie die USA dafür sorgen, dass das labile Gleichgewicht im mittleren Osten aufrecht erhalten wird: Bildung ist wichtig. Wie wichtig, demonstriert der erste Mann im Staat: Einer der ersten Beiträge, als ich auf die Daily Show aufmerksam wurde, ist dieser hier: Und wenn man etwas im Archiv stöbert (was dank einer guten Suchfunktion und Tags sehr effektiv geht), dann findet man alles mögliche weitere. Z.B. die Beiträge von John Hodgman (der auch in einer recht witzigen Serie von Werbespots von Apple auftritt), oder die Besuche diverser Friends-Schauspieler. Wenn man sich von Zeit zu Zeit davon überzeugen möchte, dass zumindest einige Leute in den USA noch über die nötige Bodenhaftung verfügen und nicht wie ihr Präsident ständig zwischen den Extremen "alles ist OK" und "das Ende ist nahe" hin und herschwanken, dann sollte man hier mal vorbeischauen.

2007-10-19

neulich im Kino: "Ratatouille"

Schadenfreude ist ja angeblich die schönste Freude. Nachdem Pixar in den letzten Jahren sieben tolle und erfolgreiche Filme (zum mitzählen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben) herausgebracht hat, wartet man ja inzwischen schon regelrecht darauf, dass sie auch mal einen Flop landen. Eigentlich dachte ich schon bei "Cars", dass dieser Punkt erreicht wäre, nachdem ich die allerersten Bilder gesehen hatte. Vermenschlichte Autos, die miteinander sprechen - das kann doch einfach nicht funktionieren. Doch dann war ich vom Endergebnis wieder vollends begeistert. Und so ähnlich ging es mir bei "Ratatouille". Die Trailer - frühzeitig und reichlich platziert - waren nicht schlecht, aber irgendwie sprang der Funke noch nicht so richtig über. Also bin ich mit einer etwas vorsichtigen Erwartungshaltung in den Film gegangen. Und ich bin wieder einmal angenehm überrascht worden: Der Film ist einfach nur wunderbar und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Die Ratte "Remy" will sich nicht mit den für ihre Art typischen Essgewohnheiten abfinden, sondern ist ein Feinschmecker und beginnt, eigene Gerichte zu kochen. Sie landet in Paris und hilft einem tolpatschigen Küchenjungen, zum gefeierten Starkoch aufzusteigen. Die Spannung des Films entsteht aus dem ständigen Gegensatz von Ratten (fressen Müll und übertragen Krankheiten) und der Arbeit in der Küche (wo - hoffentlich - alles blitzsauber ist). Da muss dann auch schon mal der Kontrolleur der städtischen Gesundheitsbehörde kurzfristig aus dem Verkehr gezogen werden, da man ihm die Vereinbarkeit dieser beiden Dinge kaum vermitteln könnte. Ein Thema des Film ist naheliegenderweise "Essen", bzw. eigentlich "Speisen", also der genussbetonte Verzehr von Nahrungsmitteln nicht einfach mit dem Ziel, sich Kalorien zuzuführen, sondern daraus ein sinnliches Erlebnis zu machen. Wie auch schon vom Filmkritiker meines Vertrauens hervorgehoben wurde, gelingt es dem Film erstaunlich gut, einerseits diesen Genuss des Konsumenten, aber auch die Leidenschaft des Koches ganz wunderbar darzustellen - in einem Medium, das ohne Geruch und Geschmack auskommen muss eine nicht zu unterschätzende Leistung. Obwohl ich selber nicht zu den Leuten zähle, die Mahlzeiten stundenlang zelebrieren können (und von etlichen Nahrungsmitteln lasse ich bekanntermaßen ganz die Finger), war dieser Aspekt des Films aber auch für mich sehr greifbar. Um nochmal den Profi-Kritiker zu Wort kommen zu lassen: "Während des Films läuft einem das Wasser im Munde zusammen." Das CinemaxX hatte noch eine ganz besondere Überraschung parat: Der Film wurde ohne vorhergehende Werbung gezeigt! Einerseits bin ich ja froh, dass der Trend zu immer längeren Werbeblöcken sich schon vor längerer Zeit wieder umgekehrt hat (wenn ich mich richtig erinnere, musste man beim zweiten Teil von Harry Potter fast 45 Minuten Werbung über sich ergehen lassen). Andererseits sollte das Kino dann aber so konsequent sein, nach Beginn des Films keine Leute mehr in den Saal zu lassen. Und am besten keine Snacks zu verkaufen, die knistern, rascheln oder sonstige Geräusche von sich geben. Zum Glück lief zu Beginn der Pixar-typische Vorfilm, bei dem diese Störungen nicht ganz soviel ausmachten. Aber irgendwie ist das Optimum noch nicht erreicht gewesen, so nett das vielleicht auch gemeint war.

2007-08-19

Garmin Training Center to Google Earth Converter

I have enhanced my "Garmin Training Center to KML converter", which I mentioned some time ago for the first time. If you have a GPS appliance and use Training Center to manage your activities and courses, you can view them in Google Earth. The converter is based on XSLT, as both the input and the output format are XML. You can either download the XSLT script or upload your .tcx files on my website. As a preview, download some of my rides of the last weeks.

2007-08-10

Deutschlandtour 2007 in Google Maps und Google Earth

Eigentlich wollte ich zur Deutschlandtour 2007 wenig bis garnichts schreiben. Zum einen wegen der radfahrerischen Gesamtsituation, zum anderen, weil sie dieses Jahr - abgesehen von der letzten Etappe nach Hannover - eine rein süddeutsche Angelegenheit ist. Aber da Google in den letzten Tagen diverse Suchende zu meinem Artikel vom letzten Jahr geführt hat, und die von der ARD angebotene KMZ-Datei für Google Earth sowas von bescheiden gemacht ist, gibt's die üblichen geodätischen Handreichungen von mir: Entweder alles zusammen in einer KMZ-Datei, oder die einzelnen Etappen via Google Maps: Und wo ich jetzt schon mal beim Schreiben bin: Ich möchte der Telekom für ihren Mut gratulieren, den Vertrag mit dem Team T-Mobile nicht zu lösen, sondern ihr Engagement fortzusetzen. Dieser Schritt wurde von vielen kritisiert. Aber was wäre die Alternative? Sollen sich gerade die Teams zurückziehen, die sich wenigstens um eine Veränderung bemühen, und nur die übrigbleiben, die weitermachen wollen wie bisher? Dann hätte der Radsport garkeine Chance mehr - so besteht zumindest der Hauch einer Möglichkeit, dass sich nach und nach eine andere Mentalität bei allen Beteiligten durchsetzt. Warten wir's ab...

2007-08-06

neulich im Kino: "Die Simpsons - Der Film"

Nach knapp 18 Jahren auf der heimischen Mattscheibe hat es die schrecklich gelbe Familie also doch noch auf die große Leinwand geschafft. Warum das so lange gedauert hat, und wie die Story entstanden ist, erzählt Matt Groening am besten selbst: Die Frage ist natürlich: Hat der Wechsel des Mediums funktioniert? Lohnt es sich, den Film anzusehen? Oder sollte Homer Recht haben, wenn er am Anfang eine Spielfilm-Fassung von Itchy & Scratchy so kommentiert: "I can't believe we're paying to watch something we could see on TV for free! If you ask me, everyone in this theater is a big sucker!" Meiner Meinung nach hat das ganz hervorragend geklappt. Die Story ist für die Simpsons erstaunlich stringent, es ist wirklich ein zusammenhängender Film. Die Charaktere haben plötzlich mehr Zeit und Platz, sich in Dimensionen zu entwickeln, die in der knappen halben Stunde einer TV-Episode nicht möglich sind. Das trifft besonders auf Bart und Marge zu. Lisa hingegen bleibt relativ unscheinbar, vielleicht weil sie durch die Fernsehfolgen noch mit die komplexeste Persönlichkeit der Familie erhalten hat. Aber selbst wenn man auf solche Feinheiten nicht achtet, ist der Film sehr unterhaltsam. Die Dichte an Gags und witzigen Einfällen ist extrem hoch. Es ist natürlich hilfreich, wenn man schon die eine oder andere Folge der Simpsons gesehen hat, das ist aber nicht zwingend notwendig. Neben dem ungewohnten Bildformat gibt es noch ein weiteres Novum, das allerdings schon aus Futurama bekannt ist: Computergrafik. Einerseits wurden damit einige größere Objekte oder Kulissen erzeugt, die dann um- oder durchflogen werden, andererseits wurden einige "Massenszenen" damit erstellt. Die Optik passt sich den handgezeichneten Teilen hervorragend an, man erkennt sie aber dennoch sehr gut, weil solche Einstellungen bisher bei den Simpsons noch nicht zu sehen waren. Einziges Manko, das auch schon mein Gast-Kommentator bemängelt hat: Der Film ist erschreckend harmlos. Die Simpsons haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und Matt Groening und seine Kollegen haben nie einen Zweifel daran gelassen, wo ihre Sympathien und ihre Antipathien liegen (ich bin ja fast vom Stuhl gefallen, als ich nach Jahren endlich erfahren habe, woher der Name "Milhouse" stammt). Das politische Thema des Films ist Umweltzerstörung. So erklärt Lisa in einer nett gemachten Parodie von "An Inconvenient Truth" den Einwohnern von Springfield, dass der städtische See kurz vor dem Kollaps steht. Wer ihn dann zum Umkippen bringt, kann man sich denken... Eigentlich hätte es genügend staatliche Organisationen mit dreibuchstabigen Abkürzungen gegeben, mit denen sich die Filmemacher hätten anlegen können (CIA, FBI, NSA (die kommen immerhin ganz kurz vor), DHS, DoD, IRS, KKK, usw.), aber es ist ausgerechnet die EPA, die den großen bösen Staat repräsentiert. Immerhin, mit denen hatte ich ja vor einiger Zeit auch ein Rencontre, daher hat diese Entscheidung durchaus meine Sympathie. Aber das große Feindbild kommt ungeschoren davon: Präsident der USA ist nicht Dubyah, sondern ein gewisser Herr Schwarzenegger, der in seiner Einfältigkeit fast schon bemitleidenswert ist - weil er sich ihrer bewußt ist: "I was elected to lead, not to read". Andererseits: Vielleicht ist die vollständige Nichtbeachtung des politischen Establishments in Washington genau die Ohrfeige, die sie verdient hat. Jede Parodie wäre früher oder später von der Realität eingeholt worden. Vielleicht wurde hier eine Chance vertan. Andererseits war es der erste Film, und da wollte man eventuell nicht zu sehr polarisieren. Es muss ja nicht der letzte Simpsons-Ausflug in's Kino gewesen sein - wie üblich: Bis zum Schluss des Abspanns sitzenbleiben.