2012-02-16

Baustelle Universität

Die Universität Bielefeld ist bis auf weiteres eine große Baustelle, und das Ästhetische Zentrum des Hauses hat einen Fotowettbewerb ausgeschrieben, um den Wandel zu dokumentieren. Und um mal wieder halbherzig der Kritik entgegenzutreten, ich würde immer nur Vögel fotografieren, habe auch ich ein Werk eingereicht.

Neben einer Fachjury, die die drei besten Werke auswählt und mit Geldpreisen überhäuft, darf die Netzgemeinde online ihre Meinung kundtun. Da werden natürlich die gut per Facebook vernetzten Studenten im Vorteil sein, aber auch ich möchte an dieser Stelle um Teilnahme werben. Fairerweise verrate ich nicht, welches mein Bild ist. Je nachdem, wie der Wettbewerb ausgeht, erzähle ich es hinterher. Vielleicht...

Um kurz noch auf die andere Baustelle und das sonst übliche Thema dieses Blogs zurückzukommen: Das Ringeltaubenpaar vor meinem Büro hat tatsächlich angefangen zu brüten:



Letzte Woche konnte ich kurz ein Küken sehen. Ich glaube zwar nicht, dass es eine große Chance hat, aber vielleicht passiert ja ein Wunder.

2012-01-08

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Da sich der Winter derzeit eher wie Herbst anfühlt, und das Wetter nur selten mitspielt, waren die Gelegenheiten für Fotos in den letzten Wochen selten. Aber für heute Nachmittag wurde sonniges Wetter für den äußersten Norden OWLs angekündigt, und so fuhr ich mit gedämpfter Hoffnung im Bielefelder Regen los.

Während der ersten Runde durch's Ochsenmoor am Dümmer war es immer noch sehr dunkel, aber nach einem kurzen Hagelschauer kam endlich von Norden her blauer Himmel in Sicht. Ich fuhr weiter zur Aussichtshütte im Huntebruch, und für eine gute halbe Stunde war herrliches Sonnenlicht, das auf die überfluteten Wiesen schien:



Direkt vor der Hütte tummelten sich auf der Wasserfläche Zwergsäger:



Auf dem obigen Foto konnte ich 14 Männchen und 10 Weibchen zählen, aber es waren ständig Tiere am Tauchen, so dass eine genaue Zählung schwierig war.



Kurz danach schoben sich schon wieder Wolken vor die Sonne, und weitere Aufnahmen habe ich heute nicht mehr gemacht.

An Heiligabend (wo ich traditionell immer meine Eltern besuche), konnte ich im Oppenweher Fledder nicht nur acht Singschwäne (3 adulte und 5 diesjährige) fotografieren, sondern auch noch vier Zwergschwäne:



Der Singschwan links ist etwas größer als der Zwergschwan rechts, und die gelbe Fläche am Schnabel hat eine andere Form.

Ansonsten ist auch die Natur vom milden Wetter irritiert, diverse Vögel haben schon mit Gesängen angefangen, die normalerweise erst im Frühjahr zu hören sind. Und auch mich hat am Freitag ein Geräusch vor meinem Büro aufhorchen lassen. Im Sommer hatte in den Kletterpflanzen am V-Turm eine Ringeltaube gebrütet



und zwei Junge großgezogen



von denen eines wenige Tage nach dieser Aufnahme ums Leben kam. Am Freitag hörte ich das typische Gurren einer Taube, und tatsächlich war das Nest besetzt:



Ich hoffe, das Tier kann seine Hormone noch eine Weile unter Kontrolle halten und auf besseres Wetter warten...

2011-12-12

Problem gelöst

Am Samstag war mal wieder Foto-Wetter, und ich habe meine übliche Tour zum Dümmer und nach Oppenwehe gemacht. Gelernt habe ich dabei: Nutze jede Gelegenheit für ein Foto.

Kaum hatte ich die B51 verlassen, kam ich an der ersten Gruppe von Gänsen im Ochsenmoor vorbei. Es war eine ganze Wiese voll mit Bläßgänsen, und ich konnte schnell einige Weißwangengänse darunter finden - alles in perfektem Fotolicht. Aber da sich das alles auf der rechten Seite abspielte, und ich in die Richtung schlecht aus dem Auto fotografieren kann, bin ich erstmal weitergefahren. "Da werden bestimmt mehr Gänse sein, an die ich besser herankomme." Leider kam danach genau nichts mehr. Und auch ein Spaziergang am Westufer des Dümmers ergab nur eine einzelne Heringsmöwe, für die es sich nicht lohnte, die Kamera hervorzukramen und aufzubauen.

Immerhin fand ich dann am Rehdener Geestmoor ein Kranichpärchen so dicht an der Straße, dass ein paar wunderbar formatfüllende Fotos möglich waren:



Vor drei Wochen hatte ich ja ein Foto von Pfeifenten gezeigt, die ich im Huntebruch aufgescheucht hatte, als ich auf dem Weg zu der Beobachtungshütte war. Ich habe noch am gleichen Tag eine Mail an den Naturschutzring Dümmer geschrieben und darum gebeten, den Zugang zur Hütte mit einem Sichtschutz zu versehen. Eigentlich hatte ich weder eine Antwort noch irgendeine Reaktion erwartet. Umso überraschter war ich, als ich an diesem Wochenende einen fast fertiggestellten Zaun an der Hütte vorfand. Offensichtlich war diese Maßnahme schon längere Zeit gewünscht, und meine Mail hat dann wohl zur richtigen Zeit in die richtige Kerbe geschlagen, um das nötige Geld locker zu machen. Freut mich, dass Nörgeln einmal geholfen hat.

Die Pfeifenten waren am Samstag wieder zu weit weg, aber 14 Schnatterenten konnte man direkt vor der Hütte beobachten:

2011-11-27

Spontan-Besuch

Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende ausnahmsweise mal zu Hause bleiben. Die Kranichsaison sollte allmählich zu Ende sein, und das Wetter war auch schon mal besser. Kurz nach Mittag ruft mich aber meine Mutter an: "Der ganze Oppenweher Fledder steht voller Kraniche!" Also habe ich mich doch wieder auf den Weg gemacht...

Bei einer kleineren Gruppe Kraniche standen zwei Singschwäne, von denen ich hier einen mit Kranich und Nilgans fotografieren konnte:



Etwas später fand ich die beiden Schwäne wieder, als sie sich in einiger Entfernung ausruhten - scheinbar gemeinsam mit ein paar Rehen, aber dazwischen lagen doch so einige Meter:



Diese erste Gruppe von Kranichen habe ich mir später nochmal in aller Ruhe angesehen, weil sie sehr zutraulich waren und mich sehr nahe heranließen:



Aber da ich mich in letzter Zeit immer wieder über Leute beschwert habe, die sich zu nahe an die Kraniche herangewagt hatten und sie verscheuchten, muss ich heute mein eigenes Hundefutter fressen: Eine zweite, deutlich größere Gruppe Kraniche stand in einiger Entfernung:



Ich bin extra einen großen Umweg gefahren, um mich ihnen vorsichtig nähern zu können, aber sie hatten eine extrem große Fluchtdistanz:



Nachdem sie bei einem zweiten Annäherungsversuch wieder sehr früh aufflogen, habe ich diese Gruppe in Ruhe gelassen und mich wieder der ersten Gruppe gewidmet.

2011-11-25

Wochenende-Ende

Auf dem Rasen zwischen Universität und Morgenbreede konnte man in der letzten Zeit wieder den Graureiher beobachten, der schon im letzten Jahr regelmäßiger Gast war. Bisher haben wir uns immer gefragt, warum er sich dort aufhält. Denn obwohl er die Grasfläche gemächlich abschreitet und offensichtlich nach Nahrung sucht, haben wir noch nie beobachtet, dass er dabei Erfolg hatte. Das hat sich heute geändert:



Er flog dann davon, die Maus immer noch auf halb acht hängend. Mahlzeit!

2011-11-20

Sonne nach Nebel

An diesem Wochenende konnte man in der Diepholzer Moorniederung endlich wieder weiter gucken als 20 Meter. Am letzten Wochenende herrschte dort derartig dichter Nebel, dass an Beobachtungen nicht zu denken war. Dummerweise hatte ich mir den Montag aber genau dafür frei genommen. Also musste ich mich mal wieder mit dem Obersee begnügen. Dort trudeln so nach und nach die Wintergäste ein, z.B. Krickenten



und diesen Silberreiher sieht man inzwischen regelmäßig an der Jöllemündung:



Außerdem habe ich mal in Herford im Füllenbruch vorbeigeschaut, das im Sturmmöwe-Blog in letzter Zeit öfters erwähnt wurde. Ablichten konnte ich dabei zwei klassische Singvögel: Ein Rotkehlchen und eine Blaumeise



Aber an diesem Sonntag schien endlich auch wieder nördlich des Wiehengebirges die Sonne. An der Beobachtungshütte im Huntebruch konnte ich mehr als 200 Pfeifenten beobachten. Leider nur aus großer Entfernung, da ich sie auf dem Weg zur Hütte selber aufgescheucht hatte:



Alleine ein noch junger Höckerschwan blieb direkt an der Hütte zurück:



Im Oppenweher Fledder waren immer noch einige Gruppen von Kranichen unterwegs. Die großen Massen sind inzwischen nach Süden gezogen, aber für ein paar Fotos reicht es allemal. Dieser Vogel freute sich vermutlich auch über das schöne Wetter, denn er führte einen kleinen Freudentanz auf:



Und an diese Familie mit einem Jungtier kam ich ganz am Ende dann so nahe heran, dass ich endlich die Fotos machen konnte:



Außerdem habe ich noch dieses Turmfalkenmännchen erwischt:



So kann es mit dem Wetter ruhig weitergehen...