2009-06-15

Großes Torfmoor und anderswo

Am Sonntag habe ich eine kleine Foto-Safari im "Großen Torfmoor" bei Lübbecke unternommen. Nicht zuletzt, weil dort derzeit die Möglichkeit besteht, mein Lieblingsmotiv vor die Linse zu bekommen: Ein Kranich-Paar. Im letzten Jahr wurde an gleicher Stelle die erste erfolgreiche Kranich-Brut in NRW nachgewiesen, und dieses Jahr sind wieder zwei Vögel an gleicher Stelle, eventuell das gleiche Paar.

Als ich ankam, schien das Wetter schlechter zu werden, bei den ersten Motiven fehlte etwas das Licht. Ein ausgewachsenes und ein junges Schwarzkehlchen:


Die meisten anderen Singvögel waren zu schnell für meine Kamera, aber dieser Vierfleck setzte sich noch schön in Position, um die inzwischen kräftig scheinende Sonne zu genießen:


Ich hatte meine Runde um das Moor im Prinzip schon beendet, als ich ohne jeden Zweifel den typischen Trompetenruf eines Kranichs hörte. Also nochmal zurück zum nächsten Aussichtsturm, und tatsächlich konnte ich erst einen und kurz danach auch den zweiten Kranich entdecken. Ich konnte auf den öffentlichen Wegen noch etwas näher heran, aber mehr als diese Aufnahmen waren nicht möglich:

Leider schienen die Tiere diesmal keinen Jungvogel zu führen, obwohl ich es nicht vollkommen ausschließen kann.

Da ich nun wieder mitten Moor war, bin ich auf einem anderen Weg wieder zurück zum Parkplatz gegangen, am Ende waren es über 11 Kilometer. Immerhin habe ich dabei noch ein Turmfalken-Paar gesehen (das die Nachmiete in einem Storchennest angetreten hatte?)

und einen Buchfink und eine Klappergrasmücke


Aber natürlich waren das nicht die einzigen Bilder seit dem letzten Bericht hier im Blog. Daher noch völlig unsortiert ein paar weitere Aufnahmen des letzten Monats:

Eine männliche Rohrweihe am Dümmer:

Sein Weibchen musste sich vorher den Attacken mehrerer Kibitze und Uferschnepfen erwehren:

Überhaupt leben die Greifvögel am Dümmer gefährlich. Dieser Turmfalke wird tatsächlich von einer Rauchschwalbe und einer Schafstelze verfolgt:


Aber es geht natürlich auf friedvoller zu. Dieses junge Bläßhuhn wird mit einer Libelle gefüttert:

Ich wäre übrigens für jeden Tipp dankbar, wie ich mit solchen Bildern mit starkem Schwarz-Weiß-Kontrast richtig umgehe...

Weitere Fotos aus dem Oppenweher Moor oder vom Obersee muss ich noch bearbeiten. Ich werde sicherlich nicht immer hier einen Artikel schreiben. Wer aber Interesse hat, kann den RSS-Feed meines Picasa-Albums verwenden:

http://picasaweb.google.de/data/feed/base/user/joernc?alt=rss&kind=photo&tag=birding&orderby=date

Ich habe angefangen, die Bilder mit Unterschriften zu versehen, so dass man auch ohne mein ausschweifendes Gefasel weiß, was dort jeweils zu sehen ist.

2009-05-25

Kaboom

There is this urban legend: If all Chinese would jump off a table at the same time, the resulting earthquake would hit the USA. Actually it would strike Argentina. And of course this is just a legend, it wouldn't work, as shown on TV.

But it is actually possible to induce earthquakes, or at least let all seismic sensors around the world think so:

North Korea's recent test of a nuclear bomb was recorded as an earthquake of magnitude 4.7. It's always nice to know a country is setting its priorities right. Who cares about starving people, if you can make so much noise...

2009-04-26

Limikolen am Obersee

Die Umbauarbeiten am Obersee sind im vollen Gange, der Zufluss der Jölle ist bereits fast vollständig abgetrennt. Es steht zu befürchten, dass das Brutgeschäft der örtlichen Wasservögel dieses Jahr deutlich geringer ausfällt. Vor allem der bisherige Brutplatz der Höckerschwäne liegt in unmittelbarer Nähe der Baustelle und wird dieses Jahr wohl nicht genutzt werden. Immerhin hat diese Ente bereits Nachwuchs, der vermutlich eine interessante Färbung annehmen wird: Sie ist das einzige schneeweiße Individuum auf dem See, der Vater dürfte eine gewöhnliche Stockente sein.


Am Wochenende, wenn etwas Ruhe einkehrt, kann man an der Jöllemündung aber einige interessante Limikolen beobachten. Vor einer Woche konnte ich bereits einen Waldwasserläufer und ein paar Flußregenpfeifer fotografieren:

Insbesondere hat mich das erste Bild gefreut, weil mir ein paar Tage zuvor am Enger Bruch nur ein paar sehr schlechte Fotos von dieser Art gelungen sind:

Kurz bevor die Sonne hoch genug stand, um die Szene etwas aufzuhellen, wurde das Tier von einem Bläßhuhn aufgeschreckt und flog davon. Am nächsten Tag machte Eckhard Lietzow Aufnahmen von der gleichen Stelle aus, auf denen man wirklich was erkennen kann. Neben viel Erfahrung verwendet er dafür aber auch eine Fotoausrüstung, die den Gegenwert eines Mittelklassewagens hat.

Und anscheinend fühlen sich die Tiere an der Stelle recht wohl, zumindest wenn Ruhe herrscht. Heute waren bereits vier Waldwasserläufer und fünf Flußregenpfeifer an der gleichen Stelle zu sehen:


Gegen jeder bessere Wissen habe ich versucht, die Flußregenpfeifer auch im Flug mit langer Brennweite zu fotografieren, und immerhin waren unter drei Dutzend Aufnahmen zwei, die ganz brauchbar sind:


Außerdem verwende ich seit kurzem ein Gimp-Plugin zum verlustfreien Schärfen der Bilder, das scheint gerade bei meinen Motiven (freihand-Aufnahmen von gemustertem Gefieder) eine deutliche Verbesserung zu bringen.

2009-04-11

Rund um's Hücker Moor

Im Augenblick fallen einem die tollen Motive regelrecht in den Schoß. Ich war heute Morgen am Hücker Moor, und innerhalb kürzester Zeit hatte ich diese Bilder im Kasten:

Zwei Ringdrosseln:


Ein Rotmilan, der sich mit einer Krähe beharkte:


Später zog er noch gemeinsam mit einem zweiten Artgenossen und zwei Mäusebussarden seine Kreise hoch über dem See:


Als fünfter im Bunde war dieser Greifvogel dabei. Es könnte ein Merlin sein, aber da bin ich ziemlich unsicher:

Update: Antwort vom Experten (also meinem Vater): Nein, es ist "nur" ein Turmfalke. Aus der Perspektive hatte ich diese Art noch nicht gesehen, und dieses Verhalten (Kreisen in relativ großer Höhe) war mir unbekannt.

Am See selbst waren zwei Gebirgsstelzen (von denen ich allerding nur eine halbwegs gut erwischt habe). Eigentlich dürfte das Hücker Moor als stehendes Gewässer nicht ihr Revier sein.


Dann fiel mir noch dieses seltsame Paar auf:

Es handelte sich tatsächlich um eine Kanada- und eine Graugans. Vermutlich ging es ihnen zunächst wie Ross und Joey...

Aber die Verlegenheit war schnell überwunden:

Kurze Zeit später sind sie dann auch gemeinsam losgeflogen.

Ach ja, nach den Osterlämmern gestern gibt's heute den Osterhasen:

2009-04-10

Frühling am Dümmer und anderswo

Wie anderweitig ausführlicher erwähnt, war ich ein paar Tage bei meinen Eltern, und ich habe die Gelegenheit genutzt, mal zu etwas anderen Uhrzeiten zum Dümmer und meinen anderen Foto-Revieren zu fahren, als ich das bei den sonst üblichen Tagesbesuchen machen kann. Abgesehen davon ist aber sowieso der Frühling ausgebrochen, und die Feuchtwiesen südlich des Dümmers quellen über mit Enten, Uferschnepfen und Brachvögeln.

Uferschnepfen:


Großer Brachvogel:


Kiebitze:


Spießenten:


Schafstelze:


Rohrammer:


Und natürlich sind immer noch Graugänse da:


Vor allem wollte ich aber endlich Aufnahmen der diversen Greifvögel haben, von denen im Bereich des Dümmer immer wieder berichtet wird. Ich hatte zwar eine Rohr- und/oder Kornweihe schon mehrfach gesehen, aber nie fotografieren können. Da sich aber ein Rohrweihenpaar offensichtlich auf die Brut vorbereitet, war reichlich Aktivität:


Und südlich des Rehdener Geestmoors waren tatsächlich immer noch Kraniche anzutreffen:

Die werden vermutlich für den Rest des Jahres da bleiben, aber kaum brüten. Man kann eine Reihe von Jungtieren aus dem letzten Jahr erkennen, die jetzt wohl einfach die Zeit 'rumkriegen müssen.

Im Oppenweher Moor habe ich mich am Fotografieren von kleineren Vögeln geübt: Das sollte ein Zilp-Zalp sein, auch wenn die Farbe der Beine eher auf einen Fitis schließen lässt:


Buchfink (links Männchen, rechts Weibchen):


Krickenten:


Knäkente:


Aber natürlich kann man einiges davon auch in Bielefeld finden. Heute Morgen war ich an den Rieselfeldern in Windelsbleiche, und gleich ein déjà-vu: Auch hier wollen die Rohrweihen offensichtlich brüten. Erst schafft das Weibchen Nistmaterial heran:

und wenig später dann auch das Männchen:


Und als Ostergruß gibt es zum Abschluss noch ein paar Stimmungs-Motive:

Örn--

Endlich ist Frühling, und eigentlich sollte ich den ganzen Tag auf dem Fahrrad sitzen. Leider muss ich den Saison-Start noch etwas verschieben, ich habe die ersten Tage voller Sonnenschein nur vom Krankenhaus-Fenster aus beobachten können. Keine Sorge, es war nichts wirklich ernstes: Mir wurde die Schilddrüse entfernt, was heutzutage wohl keine große Sache mehr ist, und abgesehen von einer täglichen Tablette am Morgen sollte ich keine weiteren Einschränkungen haben.

Aber natürlich geht man mit einer gewissen Nervosität in so eine Operation, zumal sie am 1. April stattfand. Die notwendige Professionalität der Ärzte habe ich einfach mal vorausgesetzt (also nicht: "Wir haben Ihnen stattdessen mal ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt - April, April!"). Aber immerhin war das der Tag, an dem Conficker zuschlagen sollte. Netterweise hat mich der Anästhesist in der Vorbesprechnung dann auch gleich darauf angesprochen, nachdem er meinen Beruf im Formular gelesen hatte, mir dann aber sofort versichert, dass selbst im Falle eines Falles für die Operation überhaupt keine Gefahr bestünde...

Ich wusste bereits aus den Voruntersuchungen, dass die rechte Seite der Schilddrüse vergrößert war, aber zur Sicherheit eigentlich beide Seiten entfernt werden sollten. Als mir der Chirurg nach der Operation erzählte, dass die linke Hälfte aber belassen worden sei, kam mir irgendwie eine Szene aus einem Mel-Brooks-Film in den Sinn. Zum Glück waren die histologischen Untersuchungen des entfernten Gewebes positiv (oder negativ?), sonst hätte es mir passieren können, dass die andere Hälfte auch noch hätte entfernt werden müssen. Ob man mich dann gleich wieder aufgeschnitten oder erst noch gewartet hätte, habe ich garnicht erst gefragt, so genau wollte ich das dann auch nicht wissen.

Der Aufenthalt im Krankenhaus war relativ kurz: Mittwoch Operation, Samstag wurde ich entlassen. Da ich vor allem in den ersten Tagen danach nicht alleine zu Hause sein wollte, habe ich mich für ein paar Tage bei meinen Eltern einquartiert (und aus dem Grund die Operation auch in Diepholz machen lassen). Das wiederum hatte den Vorteil, dass ich die mir verordnete frische Luft an Orten wie dem Dümmer oder den anderen hier schon öfters erwähnten Naturschutzgebieten einverleiben konnte. Aber dazu mehr in einem anderen Artikel. Und ich habe in den ersten Tagen durchaus gemerkt, dass ich noch nicht wieder voll belastbar bin. Aber ich hoffe, dass sich das auch schnell wieder ändert. Das Fahrrad scharrt schon ganz ungeduldig mit den Pedalen und will endlich bewegt werden.

2009-03-23

neulich in Dortmund: Pinguine im Pott

Ich könnte jetzt ja so richtig angeben, was für tolle Fotos mir am Sonntag von meinem Lieblingsmotiv gelungen sind:

Aber spätestens beim falschen Bildausschnitt, wenn man den Zaun erahnen kann, würde der Schwindel auffliegen:


Dieser Kranich ist Bewohner des Dortmunder Zoos, und er ist deutlich zutraulicher als seine freilebenden Artgenossen. Naja, der Durchmesser seines Geheges beträgt auch nur einen Bruchteil seiner natürlichen Fluchtdistanz. Und interessanterweise kann er sogar Fremdsprachen. Als einer dieser Sarus-Kraniche nebenan zu rufen anfing, wurde ihm von seinem europäischen Verwandten geantwortet.


Ich habe mir am Sonntag die Ausstellung "Auf den Hund gekommen" im Naturkundemuseum Dortmund angesehen. Zu Gast war die Kreisjägerschaft mit jungen und noch viel jüngeren Hunden, die sich in der Ausbildung zum Jagdhund befinden. Der jüngste Teilnehmer war ein 14 Wochen alter Münsterländer, und ich scheue mich nicht, die Begriffe "süß" und "goldig" und "knuffig" in diesem Blog zu verwenden. Und es ist wirklich schön zu sehen, wieviel Freude man an einem Hund haben kann, wenn er artgerecht erzogen wird. Alle Hunde ließen sich von den zahlreich anwesenden Kindern streicheln, es gab kein Kläffen oder Schnappen oder sonst irgendeine Situation, wo man Angst hätte bekommen können. Bei so manch anderem Hund dem man (z.B. als Radfahrer) begegnet, der falsch - oder eben garnicht - erzogen wurde, hätte ich meine Bedenken.

Kurz nach Mittag ging's dann in den Zoo. Ich kenne neben Münster, Osnabrück und (außer Konkurenz) Olderdissen leider aktuell keine anderen Zoos aus eigener Erfahrung, aber neben diesen muss sich Dortmund nicht verstecken. Vor allem wenn man bedenkt, dass man mitten im Ruhrgebiet ist. Außer den Kranichen wird noch allerlei anderes geboten:


Und vieles mehr, was aber nicht zuletzt wegen des bescheidenen Wetters kein gutes Foto ergeben hätte. Die im Titel erwähnten Pinguine sind übrigens hier:


Und ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie sehen diese beiden Mangusten waaaaahnsinnig entspannt aus:

2009-03-11

Web Site cut off

My web site www.oe-files.de is currently not reachable. This means that neither the Earthquake Mashup nor the Garmin Training Center converter are usable. Some images shown in this blog are also affected. I hope the site will be back again tomorrow.

Update: The site is back, everything is fine at the moment. Let's see what's next... I hope the Timeline widget on my Earthquake Mashup will not make me look stupid again.

Does anybody know a good and reliable registrar? After moving the physical location of my server from Lycos to another provider some months ago, I recently had to change the registrar of my domain as well. The initial registrar did a terrible job (by trying to sell me a complete web hosting solution, instead of just registering my domain). My site was unreachable for half a day back then. I switched immediately to another company. Now I am accused by my current registrar to not have paid for the domain. That is technically correct, unfortunately, he did not manage to send me an invoice or a first reminder. Only when I asked today why the DNS entry suddenly pointed to the wrong IP address, I received a final reminder. It seems there are only bozos and braindeads in the telecommunications business. And I should know, I worked in that industrtry for some two years...