2008-04-27

neulich in Bielefeld: Nachtansichten 2008

Ist schon wieder ein Jahr 'rum? Auf alle Fälle waren schon wieder die Bielefelder Nachtansichten. Und da der Frühling an diesem Wochenende ein kurzes Gastspiel gab, waren die Veranstaltungen gut besucht. Meine Devise war: "Keine Experimente!" Daher habe ich mich auf wenige Veranstaltungen mit Musik konzentriert, und dafür vieles andere ausgelassen. Los ging es mit einer kurzen Visite in der bewährten Süsterkirche, wo den ganzen Abend die "2. SüsterBrassNight" lief. Vier Posaunenchöre wechselten sich ab oder traten gemeinsam auf. Ich hörte der zweiten Hälfte des Auftritts des Posaunenchors Heepen zu, aber ich hatte definitiv vor, später nochmal vorbeizuschauen. Zunächst folgte nämlich ein kurzer Abstecher zum Ravensberger Park. Im Historischen Museum trat die Cheerleader-Formation "Bielefeld Wildcats" auf. Der Ostwestfale ist ja nun nicht gerade bekannt für seine Extrovertiertheit, und so mussten die jungen Damen trotz einer akrobatischen Vorführung auf engstem Raum mit eher mäßiger Begeisterung vorlieb nehmen. Im Museum Hülsmann hatte ich im letzten Jahr den Keller mit den schönen Sonnenuhren übersehen, die muss man meiner Meinung garnicht so verstecken. Eigentlich hätte es dann wie im Vorjahr weitergehen sollen: Museum Wäschefabrik (mit einer Lesung von Texten von Kurt Tucholsky) und einem Besuch beim WDR. Leider stauten sich vor dem Museum bereits die Besucher, und ich war eigentlich nicht zum Warten gekommen. Und der Nachtansichten-Shuttle musste wegen der Umbauarbeiten auf der Detmolder Strasse eine andere Route fahren, so dass mir der WDR etwas zu weit weg war. Stattdessen ging ich zur Neustädter Marienkirche, wo "Schall - Hall - Raum" aufgeführt wurde, eine Performance für Orgel, Trompete und Flöte. Gemeinsam mit Ruth M. Seiler, der Organistin der Kirche, traten Leonie Brockmann und Frieder Steinle vom WDR Sinfonieorchester Köln auf. Ich hatte den Eindruck, dass diese Musik für viele der Zuhörer etwas zu avantgardistisch war, andererseits scheint die Marienkirche gerne zu experimentieren. Wie ich eben gesehen habe, gab es im März ein Konzert für Orgel, Schlagzeug und Betonmischer... Leider musste ich so unfreundlich sein und das Konzert vor seinem Ende verlassen, weil ich zurück zur Süsterkirche wollte. Auf dem Terminplan stand ein gemeinsamer Auftritt aller vier Posaunenchöre, plus zwei Dudelsackpfeifern. Die vier Chöre wurden auf den Altarraum, die beiden Seitenschiffe und die Empore verteilt. Die Kirche ist verhältnismäßig klein, und so war man als Zuhörer wirklich "mittendrin". Als dann noch die Dudelsäcke hinzukamen, war für einige Zuhörer der Schalldruck dann wohl doch einige Dezibel zu hoch, der eigentümliche Klang der schottischen Instrumente tat noch sein übriges. Ich persönlich fand es ganz hervorragend. Um den Abend dann gewohnt hochwertig ausklingen zu lassen, ging es nun zur Altstädter Nicolaikirche, wo als inzwischen fest gebuchte Institution der Nachtansichten Norbert Ammermann (Sitar) zusammen mit Swapan Bhattacharya (Tabla) das indische Konzert veranstaltete. Ich hatte den Eindruck, dass er es etwas gerafft hatte, und er wies die Zuhörer zu Beginn darauf hin, dass man sich für indische Musik eben etwas Zeit nehmen müsse. Die Fluktuation der Besucher war für mein Gefühl deutlich geringer als vor zwei und drei Jahren. Man hätte sich sicherlich noch viel mehr ansehen und -hören können, aber dann wären die Nachtansichten nur noch Zapping gewesen. Und was mich etwas gestört hat, was aber gerade die Idee des ganzen Abends ist: Dass man der Musik kaum in Ruhe lauschen konnte, weil Leute ständig kamen und gingen. Und sich auch nicht genierten, mehr oder minder laut zu reden, was dann manchmal doch ziemlich nervte. Aber diese Einschränkung muss man wohl auch bei den nächsten Nachtansichen in Kauf nehmen.

2008-04-06

Nieder mit der I.T.

Dieses Lied habe ich vor ein paar Wochen auf WDR5 gehört, jetzt hat es der CCC samt Video auf Chaos TV veröffentlicht. Das erschreckende daran ist, wie richtig die ganzen Vorwürfe sind. Ja, manchmal muss ich mich für meinen Beruf schämen...

2008-03-11

Freigänger

Oder Freischwimmer? Die bereits im Februar am Obersee gesichteten Singschwäne waren heute Morgen wieder da. Wie sich herausgestellt hat, gehören sie eigentlich zum Inventar des Tierparks Olderdissen. Vermutlich hat sie der Trubel um Max und Jule von dort vertrieben...

2008-03-08

Zugvögel im Naturpark Dümmer

Nachdem es gestern gleich zwei Meldungen über Kraniche im Blog "Sturmmöwe" gab, habe ich einen Besuch bei meinen Eltern genutzt, im Oppenweher Moor ebenfalls Ausschau zu halten. Und ich wurde nicht enttäuscht: Etwa 30 bis 40 Tiere machten zwischen Moor und Stemweder Berg Rast: Das war zwar nicht so beeindruckend wie im Herbst 2006, als dort mehrere Tausend Tiere auf dem Weg nach Süden pausierten (und teilweise sogar überwinterten), aber trotzdem ein toller Anblick. Außerdem gab es noch drei Silberreiher und jede Menge Kibitze zu sehen. Anschließend ging es weiter zum Dümmer, und auch dort war reichlich was los. Neben zahlreichen Graugänsen, die sich in kleinen Gruppen über die Wiesen verteilt hatten, drängte sich eine Schar Blässgänse in der Nähe der Hunte: Wirklich gelohnt hat sich die Fahrt aber durch diesen Weißstorch, dem ich, wie ich finde, ein paar richtig gute Fotos verdanke: Da kommen einem die Tiere am Obersee fast langweilig vor...

2008-02-14

Ja wenn's was besonderes ist...

Ich lese gerade in der (neuen?) Postwurfvariante der NW einen Artikel über Singschwäne am Obersee, und dass sie dort so selten wären. Na, dann protze ich doch auch mal mit den Bildern, die ich am letzten Sonntag dort gemacht habe: Ich hatte allerdings den Eindruck, dass sie auf dem letzten Bild Richtung Heepen weiterzogen und nicht vorhatten, in der Nähe zu bleiben. Aber ich werde natürlich die Augen und das Kameraobjektiv offenhalten. Was inzwischen deutlich mehr Spass macht, da ich mir kürzlich eine Nikon D40 zugelegt habe, und zwar gleich das Set mit Normal- und Tele-Objektiv. Hätte ich neulich im Oppenweher Moor nur meine alte Kamera dabei gehabt, dann wären diese übermütigen Hasen schon längst weg gewesen, bevor ich auch nur einmal den Auslöser hätte drücken können. Update: Anscheinend sind die beiden Singschwäne doch geblieben. Am Sonntag kamen sie etwa zeitgleich mit mir am See an. Sie haben dabei allerdings deutlich mehr Lärm gemacht als ich. Und offensichtlich mögen sie keine Gesellschaft. Dieser Höckerschwan (ebenfalls ein Neuzugang) wurde erstmal an's andere Ende des Sees geschickt: Mindestens so interessant ist aber dieses Paar Blässgänse. Das erste Foto ist vom Samstag, das andere vom Sonntag, kurz nach dem Wachwerden. Und ja: Ich brauche für solche Motive ein besseres Teleobjektiv... Und um die Exkursion abzuschliessen: Normalerweise sitzen die Kormorane am Obersee entweder in den Bäumen auf einer der Inseln oder in der nördlichen "Bucht", also weit weg von den begehbaren Wegen. Ihre Schlafplätze scheinen aber östlich des Sees zu sein, so dass man sie auch mal von Nahem erwischen kann:

2008-02-06

... Music is the Best

Ich wollte schon lange auf zwei Musik-Quellen im Netz hinweisen, und ich nehme mal den "Super Tuesday" zum Anlass, um das mit einem dazu passenden Stück zu tun. Quasi der Hymne der diesjährigen Präsidentschaftswahlen in den USA. Bei Deezer gibt's jede Menge aktuelle und ältere Musik, und zwar kostenlos. In der Beschreibung steht zwar, die Betreiber hätten Verträge mit allen großen Plattenfirmen, aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass die Sache einen Haken hat. Aber das kann einem natürlich egal sein, und man sollte nehmen, was man kriegen kann. Bis die Site das Schicksal von Pandora teilt oder komplett verschwindet. Und vor allem kann man einzelne Stücke z.B. in seinem Blog einbinden:
free music
Zwischen klavierspielenden Katzen und untalentierten Selbstdarstellern auf Google Video und YouTube findet man hin und wieder Leute, die richtig gut sind. Ein Engländer namens babyshambler hat fast 100 Videos veröffentlicht, auf denen er Schlagzeug spielt. Größtenteils zu Stücken von "The Who", er hat sich also keinen geringeren als Keith Moon als Vorlage ausgesucht. Und wie auch die Bewertungen und Kommentare zeigen, macht er seine Sache ziemlich gut. Daher nochmal: Wem das gefällt, der sollte sich auch unbedingt "Slipkid", "My Generation", "5.15" oder "Behind Blue Eyes" ansehen und -hören - und einfach all die anderen genialen Videos. Ich war auf der Suche nach der Who-Version von "Baby Don't You Do It" auf babyshambler gestoßen. Das Lied hatte ich erst vor kurzem "entdeckt" und konnte garnicht glauben, dass da The Who spielen. Die Erklärung für den etwas untypischen Sound war, dass das Lied von Holland/Dozier/Holland geschrieben wurde, ich fand das Original von 1964 auf einer von mir viel zu selten gehörten CD von Marvin Gaye wieder. Zum Vergleich nochmal The Who ohne Begleitung bei Deezer. Ach ja: Die Überschrift dieses Artikels ist natürlich dem Zitat von Frank Zappa entnommen.

2008-02-02

Next Update: Earthquake Mashup

I've given my Earthquake Mashup yet another overhaul. And another URL, please update your bookmarks and links. After finally finding another provider for live earthquake data, it was time to add a selector within the application to switch between different feeds. So now you can choose between data from the USGS, EMCS and GFZ. See the help page for more information and what these acronyms mean. With the ugly status bar at the top of the page gone, I think this now truly looks like a Web 2.0 application.

2008-01-25

Mischmasch zu verkaufen

Bisher konnte ich ja dem Drang widerstehen, meine diversen Web-Seiten durch Google Ads und andere Werbung zu verschandeln, und das soll auch so bleiben. Aber eine kurze Werbeunterbrechung in eigener Sache sei mir gestattet. Gestern hat O'Reilly das Buch "Mashups programmieren" veröffentlicht. Und ich hatte das große Vergnügen, ein kurzes Kapitel über mein Erdbeben-Mashup beizusteuern. Im Vergleich zu den Projekten der anderen Autoren (sk8map von Anatol Zund, velyoo.com von Marco Hassler und TVsendr vom Hauptautor Denny Carl) ist mein Beitrag ein absolutes Leichtgewicht. Dafür ist das Mashup aber vollständig dokumentiert, man kann den HTML- und JavaScript-Code also einfach abtippen und es sollte sofort funktionieren. "Dummerweise" war es direkt nach Abgabe des Manuskriptes, dass Google Maps die physische Karte in's Angebot aufgenommen hatte und ich als Folge davon das Mashup deutlich aufpoliert habe. Aber das demonstriert dann vielleicht nur die Schnelllebigkeit des Webs - und mit welcher Leichtigkeit man auf neue Angebote der Basisdienstleister von Mashups reagieren kann.

2008-01-15

Quarantäne

Boah war das gespenstisch. Mein Blog war vor zwei Wochen vom Blogger-Team gesperrt worden, weil es angeblich ein Spam Blog sei. Man konnte meine Artikel zwar noch lesen und kommentieren, und ich konnte auf Kommentare antworten, aber ich durfte keine neuen Beiträge mehr veröffentlichen. Ich weiss nicht, ob's irgendeinenen Zusammenhang gibt, aber eben ist es wieder freigegeben worden - keine zwei Stunden, nachdem ich mir ein Ausweich-Blog eingerichtet hatte (der Einfachheit halber auch bei Blogger). Ich hatte mich da schon auf einen längeren Aufenthalt eingerichtet, und nun ist der ganze Spuk vorbei. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn man so plötzlich aus der Blogosphäre verstoßen wird. Und das, ohne dass man irgendwas falsch gemacht hat. Auch wenn ich recht selten poste - es hätte ja jederzeit was wichtiges passieren können, und dann hätte ich mich hier nicht mitteilen können. Geradezu erschreckend fand ich, wie Google anscheinend durch ein paar begleitenden Maßnahmen mich ziemlich schnell und effektiv von der digitalen Landkarte streichen konnte.

2007-12-20

Update: Earthquake Mashup

I've updated my Earthquake Mashup with new icons. Instead of using one icon and scale it to the desired size, the mashup now uses a large set of custom made icons for visualising the magnitude and age of an earthquake. The more transparent an icon is (thanks to PNG's alpha channel), the older the event is. Combined with the new Terrain Map, I think this looks very neat.

2007-12-10

Physische Karten in Google Maps

Google hat an diesem Wochenende neue Karten für seine Maps-Anwendung veröffentlicht. Es handelt sich dabei um einen komplett neuen Kartentyp, der neben der Straßenkarte und den Satellitenbildern ausgewählt werden kann: Eine physische Karte. Dabei wird die Geländeform und -beschaffenheit durch Farbe und Schummerung dargestellt, trotzdem werden Landesgrenzen, Städte und Straßen mit dargestellt. Das ist besonders hilfreich, wenn man Daten auf der Karte einblenden will. In der Straßenkarte können diese Informationen leicht untergehen, in der Satellitenkarte verliert man schnell die Orientierung. Diese neue Karte stellt den idealen Kompromiss dar. Um die verschiedenen Karten direkt miteinandern vergleichen zu können, habe ich sie einmal gleichzeitig auf einer Seite dargestellt (in Abwandlung meines Vergleichs zwischen Google und Yahoo Maps). Die Unterschiede kann man natürlich am besten in bergigen Gegenden erkennen, z.B. am Mont Blanc, am Mount St. Helens, am Kilimandscharo oder am Köterberg. Ich habe in meinem Erdbeben-Mashup diese Karte gleich mal zum default gemacht.

2007-11-20

Training Center Converters

Garmin recently released a new version of Training Center, which added a nice feature: Direct export of trainings to Google Earth. So I was anxious to see, if this would obsolete my own converter. To get the complete picture, I decided to compare several converters that are available on the web. Of course I am a little biased, but just wait and see...

The contenders are
  1. Garmin Training Center itself
  2. GPSies
  3. GPS Visualiser
  4. my own Garmin Training Center to KML Converter
Noncompetitive participant is foreconv, which was not able to convert the format exported by the current version of Training Center. If you want to do the conversion yourself (maybe even with another converter), you can download the history file exported from TC.

I have to admit that this comparison is not really fair. All programs have different scopes and do a lot of different things. GPSies and GPS Visualiser can read and write many different formats, compared to my converter which reads TCX and writes KML exclusively. But let's have a look anyway.

Garmin Training Center

download KMZ file

The big advantage is of course, that you don't need any intermediate steps, like exporting a history file from TC, uploading this to one of the other converters and then loading it into Google Earth. All the data is present in the generated file (like time or distance elapsed, heart rate and cadence), alas only in text form. The track consists of many dots, which display the information when clicked on. Only the track itself is shown - if you can see it through all the small icons.

GPSies

download KML file

GPSies does far more than just converting various input formats (among them GPX, TCX and PCX5) to different output formats (Google Maps, Google Earth and many GPS applications), it allows you to store your tracks and share them with other people. It is a big community of GPS users.

But for now I am only interested in the converter. The first problem was, that it did not accept the current format exported by Training Center. But GPSies uses the Garmin Communicator Plugin, which allows direct upload from the GPS device to a web application, so I used this method. Unfortunately, only the track is visualised, without any further information.

GPS Visualiser

download simple KMZ file

Like GPSies, this application can convert between many, many formats. Actually, it has two interfaces: A simple one and a more complex one. In the simple one, you just upload your file and the resulting KMZ file looks very much like the result from GPSies. The fun starts when you use the complex interface.

download complex KMZ file

In this interface, you can configure many aspects of the conversion. For example, you can insert distance markers at given intervals, which are shown as small arrows indicating the direction. Or you can colorise the track according to further data, like speed, altitude, or, as shown in the example above, heart rate. You can tune and twist nearly every aspect of the resulting file.

Garmin Training Center to KML Converter

download KML file

My own stab at this subject tries to visualise as many data as possible, but without scaring off the user with a complex interface. All data is put into the generated KML file, and you can select in Google Earth, which part you want to see. The image above shows the basic track and distance markers (which are shown only at a fixed distance of one kilometer).

Optionally, you can display heart rate (as above) or cadence, if you have the appropriate sensors. Unlike GPS Visualiser, I choose to display this information with "walls" instead of colors (mainly because this was easier to do in XSLT). I think both methods have their pros and cons, YMMV.

Conclusion

As I said, I am severly biased. Considering my personal requirements, i.e. showing my GPS data in Google Earth, my winner is GPS Visualiser, but of course I have a soft spot for my own converter. I think in terms of ease of use, I can outrun GPS Visualiser. Another aspect is, that my converter (thanks to XSLT) seems to be very robust against changes of the export format of Training Center. GPSies (and foreconv) had problems converting the new format, while my converter needed no change. But of course, this is just as much luck as anything.

2007-10-23

Update: Garmin Training Center to Google Earth

My Training Center to Google Earth converter is now able to display tracks in their recorded altitude. While this is not relevant for ground based activities, if you go paragliding, ultralight flying or canonball riding, this might be an interesting additional information for you. Please check the converter's web page how to turn on this mode. I used a recent trip to Madrid to collect some data to demonstrate this feature. Alas, just to find out, that the barometric altimeter of my GPS device of course gives wrong readings in a pressurised cabin. The plane was not flying at an altitude of 2000 meters, it was a little bit higher. But you get the idea. By the way: Flying directly over the city center of Paris at night time is quite an experience :)

2007-10-21

Das ist aber schön

Anfang des Jahres hatte ich mich darüber beschwert, dass der deutsche Ableger von Comedy Central das Flagschiff des amerikanischen Originals nicht übernommen hat, "The Daily Show with Jon Stewart". Bisher war man hierzulande entweder auf die Zusammenfassung am Wochenende auf CNN International angewiesen, oder musste mit den letzten zwei bis drei Episoden vorlieb nehmen, die auf der Website angeboten wurden. Doch nun hat sich Viacom dazu entschlossen, das komplette Archiv seit 1999 zugänglich zu machen. Nebenbei wurde die Site überarbeitet und sieht nun deutlich aufgeräumter aus - auch wenn immer noch viel Werbung auf die Seiten gequetscht ist. Abgesehen davon, dass die Episode in meinem letzten Artikel nun wieder angezeigt wird, kann man nun nach Herzenslust Videos einbinden und muss sich keine Sorge machen, dass sie nach ein paar Wochen nicht mehr funktionieren. Fangen wir also gleich damit an: Jon erklärt, wie die USA dafür sorgen, dass das labile Gleichgewicht im mittleren Osten aufrecht erhalten wird: Bildung ist wichtig. Wie wichtig, demonstriert der erste Mann im Staat: Einer der ersten Beiträge, als ich auf die Daily Show aufmerksam wurde, ist dieser hier: Und wenn man etwas im Archiv stöbert (was dank einer guten Suchfunktion und Tags sehr effektiv geht), dann findet man alles mögliche weitere. Z.B. die Beiträge von John Hodgman (der auch in einer recht witzigen Serie von Werbespots von Apple auftritt), oder die Besuche diverser Friends-Schauspieler. Wenn man sich von Zeit zu Zeit davon überzeugen möchte, dass zumindest einige Leute in den USA noch über die nötige Bodenhaftung verfügen und nicht wie ihr Präsident ständig zwischen den Extremen "alles ist OK" und "das Ende ist nahe" hin und herschwanken, dann sollte man hier mal vorbeischauen.

2007-10-19

neulich im Kino: "Ratatouille"

Schadenfreude ist ja angeblich die schönste Freude. Nachdem Pixar in den letzten Jahren sieben tolle und erfolgreiche Filme (zum mitzählen: eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs und sieben) herausgebracht hat, wartet man ja inzwischen schon regelrecht darauf, dass sie auch mal einen Flop landen. Eigentlich dachte ich schon bei "Cars", dass dieser Punkt erreicht wäre, nachdem ich die allerersten Bilder gesehen hatte. Vermenschlichte Autos, die miteinander sprechen - das kann doch einfach nicht funktionieren. Doch dann war ich vom Endergebnis wieder vollends begeistert. Und so ähnlich ging es mir bei "Ratatouille". Die Trailer - frühzeitig und reichlich platziert - waren nicht schlecht, aber irgendwie sprang der Funke noch nicht so richtig über. Also bin ich mit einer etwas vorsichtigen Erwartungshaltung in den Film gegangen. Und ich bin wieder einmal angenehm überrascht worden: Der Film ist einfach nur wunderbar und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Die Ratte "Remy" will sich nicht mit den für ihre Art typischen Essgewohnheiten abfinden, sondern ist ein Feinschmecker und beginnt, eigene Gerichte zu kochen. Sie landet in Paris und hilft einem tolpatschigen Küchenjungen, zum gefeierten Starkoch aufzusteigen. Die Spannung des Films entsteht aus dem ständigen Gegensatz von Ratten (fressen Müll und übertragen Krankheiten) und der Arbeit in der Küche (wo - hoffentlich - alles blitzsauber ist). Da muss dann auch schon mal der Kontrolleur der städtischen Gesundheitsbehörde kurzfristig aus dem Verkehr gezogen werden, da man ihm die Vereinbarkeit dieser beiden Dinge kaum vermitteln könnte. Ein Thema des Film ist naheliegenderweise "Essen", bzw. eigentlich "Speisen", also der genussbetonte Verzehr von Nahrungsmitteln nicht einfach mit dem Ziel, sich Kalorien zuzuführen, sondern daraus ein sinnliches Erlebnis zu machen. Wie auch schon vom Filmkritiker meines Vertrauens hervorgehoben wurde, gelingt es dem Film erstaunlich gut, einerseits diesen Genuss des Konsumenten, aber auch die Leidenschaft des Koches ganz wunderbar darzustellen - in einem Medium, das ohne Geruch und Geschmack auskommen muss eine nicht zu unterschätzende Leistung. Obwohl ich selber nicht zu den Leuten zähle, die Mahlzeiten stundenlang zelebrieren können (und von etlichen Nahrungsmitteln lasse ich bekanntermaßen ganz die Finger), war dieser Aspekt des Films aber auch für mich sehr greifbar. Um nochmal den Profi-Kritiker zu Wort kommen zu lassen: "Während des Films läuft einem das Wasser im Munde zusammen." Das CinemaxX hatte noch eine ganz besondere Überraschung parat: Der Film wurde ohne vorhergehende Werbung gezeigt! Einerseits bin ich ja froh, dass der Trend zu immer längeren Werbeblöcken sich schon vor längerer Zeit wieder umgekehrt hat (wenn ich mich richtig erinnere, musste man beim zweiten Teil von Harry Potter fast 45 Minuten Werbung über sich ergehen lassen). Andererseits sollte das Kino dann aber so konsequent sein, nach Beginn des Films keine Leute mehr in den Saal zu lassen. Und am besten keine Snacks zu verkaufen, die knistern, rascheln oder sonstige Geräusche von sich geben. Zum Glück lief zu Beginn der Pixar-typische Vorfilm, bei dem diese Störungen nicht ganz soviel ausmachten. Aber irgendwie ist das Optimum noch nicht erreicht gewesen, so nett das vielleicht auch gemeint war.

2007-08-19

Garmin Training Center to Google Earth Converter

I have enhanced my "Garmin Training Center to KML converter", which I mentioned some time ago for the first time. If you have a GPS appliance and use Training Center to manage your activities and courses, you can view them in Google Earth. The converter is based on XSLT, as both the input and the output format are XML. You can either download the XSLT script or upload your .tcx files on my website. As a preview, download some of my rides of the last weeks.

2007-08-10

Deutschlandtour 2007 in Google Maps und Google Earth

Eigentlich wollte ich zur Deutschlandtour 2007 wenig bis garnichts schreiben. Zum einen wegen der radfahrerischen Gesamtsituation, zum anderen, weil sie dieses Jahr - abgesehen von der letzten Etappe nach Hannover - eine rein süddeutsche Angelegenheit ist. Aber da Google in den letzten Tagen diverse Suchende zu meinem Artikel vom letzten Jahr geführt hat, und die von der ARD angebotene KMZ-Datei für Google Earth sowas von bescheiden gemacht ist, gibt's die üblichen geodätischen Handreichungen von mir: Entweder alles zusammen in einer KMZ-Datei, oder die einzelnen Etappen via Google Maps: Und wo ich jetzt schon mal beim Schreiben bin: Ich möchte der Telekom für ihren Mut gratulieren, den Vertrag mit dem Team T-Mobile nicht zu lösen, sondern ihr Engagement fortzusetzen. Dieser Schritt wurde von vielen kritisiert. Aber was wäre die Alternative? Sollen sich gerade die Teams zurückziehen, die sich wenigstens um eine Veränderung bemühen, und nur die übrigbleiben, die weitermachen wollen wie bisher? Dann hätte der Radsport garkeine Chance mehr - so besteht zumindest der Hauch einer Möglichkeit, dass sich nach und nach eine andere Mentalität bei allen Beteiligten durchsetzt. Warten wir's ab...

2007-08-06

neulich im Kino: "Die Simpsons - Der Film"

Nach knapp 18 Jahren auf der heimischen Mattscheibe hat es die schrecklich gelbe Familie also doch noch auf die große Leinwand geschafft. Warum das so lange gedauert hat, und wie die Story entstanden ist, erzählt Matt Groening am besten selbst: Die Frage ist natürlich: Hat der Wechsel des Mediums funktioniert? Lohnt es sich, den Film anzusehen? Oder sollte Homer Recht haben, wenn er am Anfang eine Spielfilm-Fassung von Itchy & Scratchy so kommentiert: "I can't believe we're paying to watch something we could see on TV for free! If you ask me, everyone in this theater is a big sucker!" Meiner Meinung nach hat das ganz hervorragend geklappt. Die Story ist für die Simpsons erstaunlich stringent, es ist wirklich ein zusammenhängender Film. Die Charaktere haben plötzlich mehr Zeit und Platz, sich in Dimensionen zu entwickeln, die in der knappen halben Stunde einer TV-Episode nicht möglich sind. Das trifft besonders auf Bart und Marge zu. Lisa hingegen bleibt relativ unscheinbar, vielleicht weil sie durch die Fernsehfolgen noch mit die komplexeste Persönlichkeit der Familie erhalten hat. Aber selbst wenn man auf solche Feinheiten nicht achtet, ist der Film sehr unterhaltsam. Die Dichte an Gags und witzigen Einfällen ist extrem hoch. Es ist natürlich hilfreich, wenn man schon die eine oder andere Folge der Simpsons gesehen hat, das ist aber nicht zwingend notwendig. Neben dem ungewohnten Bildformat gibt es noch ein weiteres Novum, das allerdings schon aus Futurama bekannt ist: Computergrafik. Einerseits wurden damit einige größere Objekte oder Kulissen erzeugt, die dann um- oder durchflogen werden, andererseits wurden einige "Massenszenen" damit erstellt. Die Optik passt sich den handgezeichneten Teilen hervorragend an, man erkennt sie aber dennoch sehr gut, weil solche Einstellungen bisher bei den Simpsons noch nicht zu sehen waren. Einziges Manko, das auch schon mein Gast-Kommentator bemängelt hat: Der Film ist erschreckend harmlos. Die Simpsons haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen und Matt Groening und seine Kollegen haben nie einen Zweifel daran gelassen, wo ihre Sympathien und ihre Antipathien liegen (ich bin ja fast vom Stuhl gefallen, als ich nach Jahren endlich erfahren habe, woher der Name "Milhouse" stammt). Das politische Thema des Films ist Umweltzerstörung. So erklärt Lisa in einer nett gemachten Parodie von "An Inconvenient Truth" den Einwohnern von Springfield, dass der städtische See kurz vor dem Kollaps steht. Wer ihn dann zum Umkippen bringt, kann man sich denken... Eigentlich hätte es genügend staatliche Organisationen mit dreibuchstabigen Abkürzungen gegeben, mit denen sich die Filmemacher hätten anlegen können (CIA, FBI, NSA (die kommen immerhin ganz kurz vor), DHS, DoD, IRS, KKK, usw.), aber es ist ausgerechnet die EPA, die den großen bösen Staat repräsentiert. Immerhin, mit denen hatte ich ja vor einiger Zeit auch ein Rencontre, daher hat diese Entscheidung durchaus meine Sympathie. Aber das große Feindbild kommt ungeschoren davon: Präsident der USA ist nicht Dubyah, sondern ein gewisser Herr Schwarzenegger, der in seiner Einfältigkeit fast schon bemitleidenswert ist - weil er sich ihrer bewußt ist: "I was elected to lead, not to read". Andererseits: Vielleicht ist die vollständige Nichtbeachtung des politischen Establishments in Washington genau die Ohrfeige, die sie verdient hat. Jede Parodie wäre früher oder später von der Realität eingeholt worden. Vielleicht wurde hier eine Chance vertan. Andererseits war es der erste Film, und da wollte man eventuell nicht zu sehr polarisieren. Es muss ja nicht der letzte Simpsons-Ausflug in's Kino gewesen sein - wie üblich: Bis zum Schluss des Abspanns sitzenbleiben.

2007-07-20

Neues Spielzeug

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich fahre gerne mit dem Rad. Bisher habe ich das mit einem recht konventionellen Tourenrad gemacht, aber ich hatte schon länger den Wunsch, auf etwas sportlicheres umzusteigen. Aber ein echtes Rennrad sollte es eigentlich auch nicht sein, also schaute ich einfach mal beim Fahrradladen meines Vertrauens vorbei, und gleich das erste Modell, das mir präsentiert wurde, war genau das richtige:


Ein "Roadster" der in Leopoldshöhe ansässigen Firma Patria, von der auch schon mein vorheriges Rad stammte. Das besondere ist, dass der Rahmen dort noch selber hergestellt wird, und zwar ganz klassisch aus gemufften Stahlrohren anstatt verschweißtem Aluminium. Da ich auf einen Gepäckträger und Schutzbleche verzichtet habe, ist es erheblich leichter als sein Vorgänger, und sieht dank der schmaleren Reifen trotzdem ziemlich sportlich aus. Genaugenommen war mir das Rad schon vor ein paar Jahren im Laden aufgefallen, daher musste ich jetzt nicht wirklich lange überlegen.

Der Umstieg von der bisherigen 7-Gang-Nabenschaltung auf eine 27-Gang-Kettenschaltung ging recht schnell. Auch die etwas andere Sitzposition gefällt mir deutlich besser (wobei ich noch gespannt bin, welche "Sitzfläche sich im Laufe der Zeit anpasst", die des Brooks-Sattels, oder doch eher meine...). Als nach zwei Wochen und 200 gefahrenen Kilometern die Erstinspektion fällig war, bin ich fast von meinem alten Rad gefallen, als ich es ersatzweise wieder benutzt habe. Da habe ich mich gefragt, wie ich all die Jahre bloß mit dem Teil fahren konnte.

Und wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, ist auch immer GPS dabei. Leider hat das alte Gerät im Laufe der Jahre etwas gelitten, und da Garmin gerade ein neues Spielzeug speziell für Radfahrer herausgebracht hatte, habe ich einfach mal zugegriffen:


Links das alte Geko 201, rechts das neue Edge 305. Bei mehr Funktionen und größerem Display ist das Gerät nochmal etwas kleiner geworden. Vor allem habe ich mich dann mal nicht lumpen lassen und gleich die Ausführung mit Pulsmesser und Trittfrequenz-Zähler genommen.

Leider ist das Gerät anscheinend so neu, dass es von der bisher von mir verwendeten Software "Touratech QV" nur unzureichend unterstützt wird. Bisher war ich es gewohnt, mir am Rechner Routen zusammenzuklicken, an das Gerät zu übertragen und dann abzufahren. Das Edge ist für diese Art der Benutzung eigentlich garnicht gedacht, sondern es soll ein Trainingsgerät sein, um seine Leistung auf gleichbleibenden (und vor allem bereits bekannten) Strecken zu kontrollieren und zu verbessern. So kann man eine einmal gefahrene Route wiederholen und quasi "gegen sich selbst" als virtuellen Gegner antreten.

Zentrale Software dabei ist das Garmin Training Center:


Damit kann man sich gefahrene Strecken ansehen und diverse Parameter analysieren. Netterweise werden vor allem Herz- und Trittfrequenz vom Edge kontinuierlich aufgezeichnet, so dass man sich diese auch im Nachhinein ansehen kann. Es sind sogar komplette Trainingsprogramme enthalten. Ob ich die allerdings wirklich mal ernsthaft absolviere, weiß ich noch nicht.

Leider ist es aber eben nicht mit diesem Programm möglich, Routen im voraus zu erstellen. Das geht zwar im Prinzip mit dem Programm "MapSource" von Garmin, aber es gibt keine Möglichkeit, Routen vom einen in das andere Programm zu übertragen. Da muss Garmin meiner Meinung nach noch gaaaaanz kräftig nachbessern. Erst mit Hilfe von zusätzlicher (und zum Glück freier) Software ist es möglich, mit MapSource oder TTQV erstellte Routen in ein Format zu konvertieren, das vom Training Center verstanden wird.

Leider kann man im Training Center aber nicht mehrere Aufzeichnungen gleichzeitig darstellen, und die getrennte Sicht auf Strecke und Leistungsdaten erleichtert die Analyse auch nicht unbedingt. Netterweise kann man aber die gesamten Daten in einer XML-Datei ablegen, und damit sind es nur noch ein paar Zeilen XSLT, das ganze in Google Earth darzustellen. In dieser KML-Datei sind meine "erfahrenen" Strecken der ersten zwei Wochen dargestellt. Auf Wunsch kann man sich den Puls und/oder die Trittfrequenz mit anzeigen lassen. Und nun kann man auf einmal sehr schön erkennen, an welchen Steigungen der Puls nach oben ging ...


... (und ich erstmal ein paar Minuten pausieren musste, um wieder zu Atem zu kommen) und in welchen (mir unbekannten) Kurven ich mich nicht getraut habe, voll durchzutreten ...


Das ganze läßt sich bestimmt noch weiterentwickeln, nicht zuletzt, weil im Training Center und der XML-Datei noch eine ganze Reihe mehr an Informationen stecken. Alles in allem haben sich die Anschaffungen gelohnt und das Radfahren hat nochmal einen ganz neuen Reiz bekommen.

2007-07-05

Le Tour de la dernière Chance

Wie blöd muss man eigentlich sein, sich in diesem Jahr noch für professionellen Radsport im allgemeinen und die Tour de France im speziellen zu interessieren? Da outen sich alle paar Tage ehemalige oder fast ehemalige Fahrer und Betreuer und beichten, was wir alle irgendwie immer schon geahnt haben. Da wird zugegeben, dass man vor langer Zeit mal mit EPO experimentiert hat - aber vor genau fünf Jahren war Schluss damit. Ein Schelm, wer böses dabei denkt (siehe Abschnitt 8.5.(3)). Man darf gespannt sein, ob ARD und ZDF wirklich die Reissleine ziehen und die Berichterstattung beenden, falls es bei der diesjährigen Tour zu Unregelmäßigkeiten kommt. Aber vielleicht ist das der einzige Weg zur Heilung des Systems: Die Sponsoren wenden sich ab, es gibt nicht mehr das große Geld zu holen, und es lohnt sich einfach nicht mehr, auf Teufel komm 'raus gewinnen zu müssen. Fairerweise sollten dann aber die gleichen Maßstäbe auch in anderen Sportarten angelegt werden, z.B. in der Leichtathletik. Oder aber man verschließt (ein wenig) die Augen, sieht die Tour wieder als großes Happening, bei dem mal viel schöne Gegend präsentiert bekommt, und erfreut sich der technischen Spielereien, die möglich sind. So bietet auch dieses Jahr wieder Ubilabs einen Liveticker an, und von mir gibt es den gewohnten Service: Die Etappen für Google Maps und Google Earth. Die Rohdaten stammen wieder von der ARD. Entweder kann man sich die ganze Tour für Google Earth in einer KMZ-Datei herunterladen, oder man sieht sich die einzelnen Etappen mit Google Maps an: Die Strecke ist keineswegs einfacher geworden, wie es manchmal gefordert wurde. Wie sagte ein Hobby-Fahrer in einem Fernseh-Interview so schön: "Über diese Berge kommt man nicht mit 'ner Tafel Schokolade drüber." Update: Na toll, da machen die Medienvertreter erst die große Welle, dass sie bei Dopingfällen die Berichterstattung einstellen, und dann muß man heute bei der dritten Etappe im Live-Ticker der ARD solche Sprüche lesen:
Zunächst über fast 160 Kilometer ein ziemliches Einerlei im lockeren Ausdauertempo von 33 - 35 km/h ...
Im Feld wird Promenadentempo gefahren, .... Wirklich ein ungewöhnlich langsamer Etappenverlauf im Grundlagenausdauerbereich.
Es herrscht fröhliche Eintracht im Feld, das ganze heute über weite Strecken zu einer halbwegs erholsamen Ausfahrt zu gestalten.
Natürlich war das Tempo nicht so niedrig, weil heute kein einziger Fahrer unter Drogen stand, und selbst ein nicht-gedopter Spitzenfahrer könnte sicherlich schneller fahren. Aber ich denke es verdeutlicht die Erwartungshaltung, die nicht zuletzt von den Medien ausgeht. Ich will hier jetzt auf keinen Fall den Eindruck erwecken, ich würde Doping befürworten, aber wenn die Medien die Sportler so auf fairen und unmanipulierten Sport drängen, dann sollten sie auch bereit sein, mit den Konsequenzen zu leben. Alles unterhalb einer absoluten Spitzenleistung ist schon schlecht. Wie Erik Zabel (lange vor seiner Beichte) mehrfach mit Blick auf die Berichterstattung beklagte: "Der zweite Sieger ist schon der erste Verlierer."