2007-07-05

Le Tour de la dernière Chance

Wie blöd muss man eigentlich sein, sich in diesem Jahr noch für professionellen Radsport im allgemeinen und die Tour de France im speziellen zu interessieren? Da outen sich alle paar Tage ehemalige oder fast ehemalige Fahrer und Betreuer und beichten, was wir alle irgendwie immer schon geahnt haben. Da wird zugegeben, dass man vor langer Zeit mal mit EPO experimentiert hat - aber vor genau fünf Jahren war Schluss damit. Ein Schelm, wer böses dabei denkt (siehe Abschnitt 8.5.(3)). Man darf gespannt sein, ob ARD und ZDF wirklich die Reissleine ziehen und die Berichterstattung beenden, falls es bei der diesjährigen Tour zu Unregelmäßigkeiten kommt. Aber vielleicht ist das der einzige Weg zur Heilung des Systems: Die Sponsoren wenden sich ab, es gibt nicht mehr das große Geld zu holen, und es lohnt sich einfach nicht mehr, auf Teufel komm 'raus gewinnen zu müssen. Fairerweise sollten dann aber die gleichen Maßstäbe auch in anderen Sportarten angelegt werden, z.B. in der Leichtathletik. Oder aber man verschließt (ein wenig) die Augen, sieht die Tour wieder als großes Happening, bei dem mal viel schöne Gegend präsentiert bekommt, und erfreut sich der technischen Spielereien, die möglich sind. So bietet auch dieses Jahr wieder Ubilabs einen Liveticker an, und von mir gibt es den gewohnten Service: Die Etappen für Google Maps und Google Earth. Die Rohdaten stammen wieder von der ARD. Entweder kann man sich die ganze Tour für Google Earth in einer KMZ-Datei herunterladen, oder man sieht sich die einzelnen Etappen mit Google Maps an: Die Strecke ist keineswegs einfacher geworden, wie es manchmal gefordert wurde. Wie sagte ein Hobby-Fahrer in einem Fernseh-Interview so schön: "Über diese Berge kommt man nicht mit 'ner Tafel Schokolade drüber." Update: Na toll, da machen die Medienvertreter erst die große Welle, dass sie bei Dopingfällen die Berichterstattung einstellen, und dann muß man heute bei der dritten Etappe im Live-Ticker der ARD solche Sprüche lesen:
Zunächst über fast 160 Kilometer ein ziemliches Einerlei im lockeren Ausdauertempo von 33 - 35 km/h ...
Im Feld wird Promenadentempo gefahren, .... Wirklich ein ungewöhnlich langsamer Etappenverlauf im Grundlagenausdauerbereich.
Es herrscht fröhliche Eintracht im Feld, das ganze heute über weite Strecken zu einer halbwegs erholsamen Ausfahrt zu gestalten.
Natürlich war das Tempo nicht so niedrig, weil heute kein einziger Fahrer unter Drogen stand, und selbst ein nicht-gedopter Spitzenfahrer könnte sicherlich schneller fahren. Aber ich denke es verdeutlicht die Erwartungshaltung, die nicht zuletzt von den Medien ausgeht. Ich will hier jetzt auf keinen Fall den Eindruck erwecken, ich würde Doping befürworten, aber wenn die Medien die Sportler so auf fairen und unmanipulierten Sport drängen, dann sollten sie auch bereit sein, mit den Konsequenzen zu leben. Alles unterhalb einer absoluten Spitzenleistung ist schon schlecht. Wie Erik Zabel (lange vor seiner Beichte) mehrfach mit Blick auf die Berichterstattung beklagte: "Der zweite Sieger ist schon der erste Verlierer."

2007-05-31

Mit Google durch Raum und Zeit

Die Google Labs bescheren uns mal wieder ein paar interessante Technology Previews. Microsofts Kartendienst bietet schon seit einiger Zeit einen "Bird's Eye View" an, mit dem man in einigen großen Städten per Schrägansicht einen Blick in die Straßenschluchten werfen kann. Google Maps geht jetzt noch einen Schritt weiter. Hier gibt es nun einen "Street View", wo man sich als Fußgänger in der Straße befindet und durch diese hindurchgehen kann. Alle paar Meter steht eine Panorama-Aufnahme zur Verfügung, man kann sich mit Hilfe der Maus also komplett umschauen. So kann man z.B. einen Blick auf die Golden Gate Bridge werfen, oder dem Haus der "Friends" einen Besuch abstatten (hier ist der Beweis). Eine weitere Neuerung ist die zeitliche und räumliche Einordnung von Suchergebnissen. Wenn man seiner Suche die Anweisungen "view:timeline" oder "view:map" hinzufügt, werden die Fundstücke entweder auf einem Zeitstrahl angeordnet oder auf einer Karte lokalisiert. Das klappt schon erstaunlich gut (hier Timelines für die Begriffe "Amiga" und "Tolkien", und Karten für die Begriffe "Yellowstone National Park" und "Space Shuttle"). Dafür, dass diese Daten komplett automatisch aus dem Google-Index generiert werden, ist das nicht schlecht. Was natürlich fehlt ist eine kombinierte Darstellung von Zeit- und Ortsinformationen, so wie das in meinem Earthquake Mashup passiert :) Und natürlich kann man einerseits von den technischen Möglichkeiten fasziniert sein, sich aber andererseits fragen, wie weit das noch gehen wird. Wann wird Google in die Häuser 'reinschauen - in Echtzeit?

2007-05-28

neulich im Kino: "Pirates of the Caribbean: At World's End"

Avast! Nach einem der monumentalsten Cliffhanger der letzten Jahre ist nun also auch diese Trilogie zum Abschluss gebracht worden. Wir erinnern uns: Letztes Jahr liessen wir einen Piraten-Kapitän als Krakenfutter zurück, während ein anderer von den Toten auferstand. Also wiederholen wir den Trick dieses Jahr nochmal, damit auch das Krakenfutter weiter mitspielen kann. So nebenbei müssen noch sämtliche verbliebenen Piraten weltweit zusammengetrommelt werden, denn nur gemeinsam kann man gegen die übermächtige East India Company bestehen. Savvy? Nein? Ich hab's auch nicht verstanden. Irgendwann verliert man in diesem Epos von fast drei Stunden den Faden. Beste Voraussetzungen also, sich den Film gleich mehrfach anzusehen, oder auf die DVD zu warten. Ist das schlimm? Nein, überhaupt nicht. Der erste Teil "The Curse of the Black Pearl" war deswegen so toll, weil niemand damit gerechnet hat, dass das Genre "Piraten-Film" wiederbelebt werden könnte. Der zweite Teil "Dead Man's Chest" übertraf den ersten zwar bei den visuellen Effekten, aber das Aha-Erlebnis blieb irgendwie aus. Aber in "At World's End" gibt es davon wieder einige. Bei den Special Effects wurde nochmal eine Schippe nachgelegt, aber vor allem gibt es diesmal ein paar so durchgeknallte Ideen, dass der Kampf auf dem Mühlrad im letzten Jahr wie eine Fahrt im Kinderkarussell wirkt. Ohne zuviel verraten zu wollen: Stand Captain Jack Sparrow bisher an der Grenze zum Wahnsinn, so ist er diesmal schon einen Schritt weiter - oder zwei oder drei. Der Film ist sehr viel düsterer, auch im wörtlichen Sinne. Ich glaube, es gibt nur zwei oder drei Szenen, die bei karibischem Sonnenschein spielen, sonst ist Nacht oder schlechtes Wetter. Aber es wird auch mehr und härter gekämpft, und ein paar etablierte Charaktere müssen im Laufe des Films über die Klinge springen. Selbst das Ende ist bestimmt nicht das, was viele erwarten. Blöderweise hatte ich schon einen kleinen Tipp erhalten, weil jemand durch eine Google-Suche meinen Artikel vom letzten Jahr gefunden hatte, und ich in den logfiles den Suchbegriff sehen konnte. Sch*** Technik. Ich glaube aber, dass es gerade die Stärke dieses Films ist, bestimmte Erwartungen nicht zu erfüllen. So kann Johnny Depp zwar in einigen Szenen wieder voll aufdrehen, nimmt sich aber insgesamt mehr zurück, und viele andere Schauspieler haben immer wieder ihre Momente. Orlando Bloom ist nicht mehr ganz der noble Elbe, äh, Schmied. Keira Knightley hat wohl selber nicht damit gerechnet, wie schnell sie die maritime Karriere-Leiter hochstolpert, und selbst Pintel fällt das eine oder andere Mal aus der Rolle. Dann wieder scheinen die Macher auf die Fans gehört zu haben: Nicht nur, dass endlich Keith Richards als Jack's Vater mitspielt (in zwei relativ kurzen Szenen, aber immerhin), nein, Murtogg und Mullroy sind wieder dabei. Zwar hat man gerade bei ihnen Eindruck, sie sind im letzten Moment in die Szenen geschrieben worden, aber der gute Wille zählt. Damit kommt die Trilogie zu einem würdigen Abschluss - oder nicht? Wie gesagt: Der Zuschauer bekommt nicht unbedingt das Ende, dass er erwartet hat. Doch im letzten Moment wird noch eine Hintertür für eine mögliche Fortsetzung aufgemacht. Und auch der Hauptdarsteller sagt, er könnte sich weitere Teile vorstellen. Lassen wir uns also überraschen.

2007-04-29

neulich in Bielefeld: Nachtansichten 2007

Einerseits fühle ich mich irgendwie verpflichtet, auch dieses Jahr wieder von den Bielefelder Nachtansichten zu erzählen. Immerhin hat Google in den letzten Tagen einige Leute zu meinem Artikel vom letzten Jahr gelotst. Andererseits gibt es dieses Jahr nicht wirklich was spannendes zu berichten. Diesmal gings wieder zu zweit und bei tollem Wetter los, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr war. Als erstes waren wir an der Raspi (Museum Huelsmann und Museum Wäschefabrik), dann beim WDR, im Naturkundemuseum und in der Kunsthalle. Den traditionellen Abschluss bildete das Konzert in der Süsterkirche. Schon beim Durchblättern des Programmhefts war klar, dass dieses Jahr irgendwie nicht der große Knaller dabei sein würde. Für meinen Geschmack waren es diesmal viel zu viele Ausstellungen mit Kunst, mit der ich nicht wirklich was anfangen konnte, und dafür viel zu wenig Musik. Und selbst die war teilweise recht grenzwertig. Vor der "galerie 61" erzeugte z.b.pohl elektronische Klänge. Sagen wir mal so: Als Anwohner hätte ich wohl irgendwann die Polizei gebeten, den Lärm zu unterbinden. Lediglich der Auftritt der "Forty Fingers", eines Saxophon-Quartetts, war richtig gut. Naja, fast gut. Die vier Musikerinnen haben verschiedene Standards (u.a. Take Five und Theme from Pink Panther) tadellos vorgetragen, aber wenn hinter einem in normaler Lautstärke gequatscht wird und es noch nicht einmal peinlich ist, an's Handy zu gehen und ungeniert weiterzuquasseln, dann wird einem selbst diese Musik vermiest. Ich hoffe, dass die Organisation für's nächste Jahr etwas anders ausfällt. Vielleicht hat es ja einige Musiker abgeschreckt, dass man im letzten Jahr die Band mit den meisten Musikern in die kleinste, engste und verqualmteste location gesteckt hat, aber sich dafür zwei Musikerinnen auf dem Alten Markt Erfrierungen holen durften. Etwas mehr Augenmaß bei der Planung wäre nett, dann könnten die Nachtansichten 2008 wieder ein lohnendes Erlebnis werden.

2007-03-21

Toll TED

Elitäre Vereinigungen sind mir ja eigentlich immer suspekt, vor allem wenn eines der abgrenzenden Kriterien "Geld" ist. Die Abgeschlossenheit des W3-Konsortiums, in das man sich durch einen Jahresbeitrag einkaufen muss, empfinde ich als riesigen Nachteil gegenüber der Offenheit der IETF. Anders sind die Irrungen und Wirrungen kaum zu erklären, die in den letzten Jahren vom W3C fabriziert wurden. Im Zusammenhang mit dem Video von Hans Rosling in meinem letzten Beitrag über das Programm Gapminder bin ich aber auf die Konferenz "TED" gestoßen. TED steht für "Technology Entertainment Design" und ist ein jährlich stattfindendes Treffen von führenden Leuten aus den drei genannten Bereichen (und darüber hinaus). Man muss zu der Veranstaltung eingeladen werden (man darf sich zwar selber vorschlagen, aber über die Teilnahme entscheidet dann die Konferenzleitung) und muss eine Gebühr von 4000 USD hinblättern. Das macht den Kreis der Teilnehmer schon ziemlich elitär. Aber zum Glück ist Geld nicht das einzige Kriterium, sondern die Leute müssen auch wirklich was zu erzählen haben. Netterweise finden sich auf der Website Videos von derzeit mehr als 60 Vorträgen, und es sollen ständig mehr werden. Ich habe mir in den letzten Tagen vermutlich die Hälfte davon angesehen, und es waren wahnsinig interessante, spannende, aufrüttelnde und kontroverse Vorträge, die ein enormes Spektrum an Themen abdecken. Und das wichtigste: Es waren durchweg unterhaltsame Vorträge. Ich kann jedem nur empfehlen, selber einmal in der Liste zu stöbern. Meine persönlichen Favoriten:
  • Hans Rosling und sein Programm Gapminder hatte ich ja schon vorgestellt. Er macht das aber so toll (und erhält zu Recht Szenenapplaus), dass ich ihn gerne nochmal nenne.
  • Auch über Al Gore hatte ich ja kürzlich geschrieben, und schon auf sein kommödiantisches Talent hingewiesen. Nachdem er am Vortag seine Diashow gezeigt hatte, bekommt er einen weiteren Auftritt, um die Frage "Was kann jeder einzelne gegen die Globale Erwärmung tun" zu beantworten. Interessant ist, das Bjørn Lomborg in der Vorstellung der Ergebnisse des Copenhagen Consensus zu dem Schluss kommt, das unter den großen Problemen der Gegenwart und nahen Zukunft Globale Erwärmung das am wenigsten dringenste sei, sondern sich die Menschheit zuerst anderen Aufgaben zuwenden sollte, deren Lösung in kürzerer Zeit mehr Erfolg bringen würde. David Deutsch geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt (in einem Vortrag, der eigentlich ein ganz anderes Thema hat), dass es sowieso schon zu spät ist, und wir uns nicht um die Verhinderung bemühen sollten, sondern darum, mit den Folgen zu leben. Die provokante Analogie ist: Wir stecken ja auch nicht alles Geld in die Verhinderung von Krankheiten und entlassen alle Ärzte.
  • Jeff Han stellt sein Multitouch-Display vor, auf das ich in einem anderen Blog schonmal verwiesen hatte. Wirklich schade, dass Apple die Technologie in seinem iPhone nutzt, und damit durch Patente vermutlich für andere Anwendungen blockiert.
  • Sir Ken Robinson spricht über das Thema Bildung und Erziehung, und fragt, warum das Fach "Mathematik" in sämtlichen Schulformen der Welt einen so hohen Stellenwert hat, aber das Fach "Tanz" fast garkeinen. Schule, in ihrer weltweit praktizierten Form, ist eine effektive Methode, Kreativität zu unterdrücken.
  • Nicholas Negroponte stellt nicht nur die technischen sondern auch die ökonomischen Ideen hinter seinem Projekt "One Laptop per Child" vor. Auch wenn ich sämtliche hiesigen Projekte der Form "Verteilen wir erstmal Laptops an Schüler/Studenten und sehen dann weiter" für ziemlichen Blödsinn halte, der 100$-Laptop könnte funktionieren - zumindest technisch und ökonomisch.
  • Michael Shermer (Skeptic Magazine) und Peter Donelly zeigen mit beeindruckenden Beispielen die Gefahren von zu grosser Technik- und Wissenschaftsgläubigkeit, oder eigentlich Expertengläubigkeit.
Wie gesagt, das ist nur eine Auswahl. Schön ist, dass man sich mit Themen auseinandersetzen kann, die man vielleicht sonst ignoriert. Auf eine derartig interessante Art bekommt man sie sonst kaum präsentiert. Ach ja, eine Sache stimmt mich ja ausserordentlich versöhnlich: Anscheinend ist es kein Ausschlussgrund für diese Elite, wenn man in T-Shirt, Turnschuhen und sogar Bermuda-Shorts auftritt. Nicht, dass ich irgendwann mal diesem Club angehören will...

2007-03-18

Soziologie für alle

"Ich glaube nur der Statistik, die ich selber gefälscht habe." So wird oft und gerne Winston Churchill zitiert - dummwerweise hat er das wohl so nie gesagt. Trotzdem kommt man immer wieder zu dem Eindruck, dass sich mit Statistiken alles und nichts beweisen läßt, und oft genug auch das genaue Gegenteil. Einerseits kann man falsche Zahlen veröffentlichen oder verwenden, oder man kann mit ungenauen, windigen oder schlichtweg falschen Schlussfolgerungen alles mögliche in die Zahlen hineininterpretieren. Für das eine wie für das andere Vorgehen lassen sich immer wieder Beispiele finden. Wenn man den Daten glaubt, aber seine eigenen Schlüsse aus ihnen ziehen will, dann geht das mit dem Programm "Gapminder World" von Gapminder und Google jetzt etwas einfacher. Dabei handelt es sich um eine Flash-Anwendung, in der man verschiedene Daten miteinander verknüpfen und auf ansprechende Weise darstellen kann.
Als Beispiel sind 17 Werte (Bevölkerungszahl, Geburten- und Sterblichkeitsrate, Pro-Kopf-Einkommen, Militärausgaben, CO2-Austoß, usw.) teilweise seit 1960 für alle Länder der Welt zusammengetragen. Man kann jeweils zwei dieser Werte miteinander korrelieren und sich den zeitlichen Verlauf ansehen. Auf diese Weise kann man selber versuchen, Zusammenhänge ausfindig zu machen und unterschiedliche Entwicklungen in verschiedenen Regionen der Welt zu entdecken. Hier einige Beispiele:
  • Vergleicht man die Geburtenrate mit der Sterblichkeitsrate, erkennt man einen starken Unterschied zwischen der Dritten Welt (insbesondere Afrika) und der technisierten Welt. Vor allem im zeitlichen Verlauf sieht man, wie ein ganzer Kontinent regelrecht abgehängt wurde.
  • Eigentlich sollte man annehmen, dass die Kindersterblichkeit umso stärker sinkt, je mehr Ärzte zur Verfügung stehen. Vergleicht man die Entwicklung in Eritrea mit der in der Elfenbeinküste, dann scheint sich diese Theorie nur teilweise zu bestätigen.
  • Die zunehmende Urbanisierung im Laufe der Zeit kann man ebenfalls sehr schön verfolgen. Interessant ist dabei der Vergleich zwischen Ländern wie Deutschland und Mexiko.
  • Das Internet hat inzwischen fast jeden Winkel der Welt erreicht. Technische Voraussetzung war und ist häufig das Telefon. Vergleicht man die Nutzung dieser beiden Medien im Laufe der Zeit, erkennt man sehr schön, wie zunächst die eine, dann schlagartig die andere Technologie Einzug hält. Selbst Nordkorea konnte dann irgendwann der Einführung des Internets nicht mehr widerstehen.
Häufig lassen sich schon durch den zeitlichen Verlauf eines einzelnen Parameters große Umwälzungen und Ereignisse erkennen. Kriege, Bürgerkriege, Diktaturen, aber auch AIDS hinterlassen immer wieder ihre Spuren. Aber natürlich verleitet die Anwendung auch zu unsinnigen Schlussfolgerungen, oder man sieht Zusammenhänge, die bestenfalls indirekt sind. Das Werkzeug ersetzt also keinesfalls eine fundierte Ausbildung, wie z.B. die eine oder andere Vorlesung in Statistik. Aber es kann Ideen liefern, sich mit bestimmten Fragen auseinanderzusetzen und nachzuforschen. Es kann neugierig machen. Und das können viel zu oft nur die wenigsten Vorlesungen - egal ob über Statistik oder andere Dinge.

2007-03-11

Zeitzeichen

Ich habe mein Earthquake Mashup ein wenig aufgepeppt. Jetzt sieht es schon richtig wie eine Web-2.0-Anwendung aus. Zu verdanken habe ich das Timeline, einem Teilprojekt des am CSAIL entwickelten SIMILE (das ist die Informatik-Abteilung des MIT, die im futuristischen Stata Center untergebracht ist). SIMILE ist eine Sammlung von einzelnen Komponenten, mit denen Anwendungen im Semantic Web ermöglicht werden sollen.

2007-02-26

neulich auf DVD: "An Inconvenient Truth"

Kam es mir eigentlich nur so vor, oder hatte man letztes Jahr kaum eine Chance, diesen Film im Kino zu sehen? Bevor er richtig angelaufen war, war er auch schon wieder aus den Programmen verschwunden. Und während man in Deutschland noch bis Ende März warten muss, bis der Film auf DVD erscheint, habe ich ihn mir vor einigen Wochen beim Versender meines Vertrauens in England bestellt. Eigentlich wollte ich schon längst darüber schreiben, aber heute bietet es sich so schön an. Vollkommen zu Recht hat Davis Guggenheim den Oscar für "An Inconvenient Truth" bekommen, wobei eigentlich klar ist, dass der wahre Preisträger Al Gore und sein Kampf gegen die Globale Erwärmung ist - stellvertretend für alle, die sich ebenso in dieser Sache engagieren. Der Film zeigt im wesentlichen die Präsentation von Gore (ich glaube, ich will auch Apple Keynote haben), die er in erstaunlich unterhaltsamer Weise 'rüberbringt. Hätten mehr Amerikaner den als humor- und emotionslos verschrienen Vizepräsidenten so vor der Wahl 2000 erlebt, die Welt könnte heute eine ganz andere sein... Verknüpft wird dieser Hauptstrang des Films mit persönlichen Geschichten und Erlebnissen aus dem Leben von Gore. Die Themen "Treibhauseffekt" und "Globale Erwärmung" müssen in der modernen und aufgeklärten Welt eigentlich niemandem mehr erläutert werden. Die von konservativen Kritikern gerne vorgebrachte Behauptung, es gäbe einen wissenschaftlichen Disput darüber, ob die Veränderung des Klimas vom Menschen verursacht wird oder nicht, existiert einfach nicht. Es gibt keine einzige wissenschaftliche Publikation, die den Einfluss des Menschen verneint. Ich fand eine Grafik relativ am Anfang sehr beeindruckend, die etwa der hier gezeigten entspricht: Wenn man über die letzten paar 100.000 Jahre den CO2-Gehalt mit der Temperatur vergleicht (beides ist durch Eisbohrkerne aus der Antarktis und anderen Gebieten möglich), dann erkennt man einen frappierenden Zusammenhang. Es hat Schwankungen gegeben, die uns alle paar zehntausend Jahre einen Wechsel von Eiszeiten und Wärmeperioden beschert haben. Was auf der obigen Grafik bereits zu sehen ist, und von Al Gore eindrucksvoll mit Hilfe einer Hebebühne demonstriert wird, ist der nahezu senkrechte Anstieg des Kohlendioxides innerhalb der letzten ein oder zwei Jahrhunderte. Jeder kann sich selber ausrechnen, wie die Temperaturkurve sich analog dazu entwickeln wird. Eine weitere Gefahr wird dann im Verlauf des Films herausgearbeitet: Die globalen Eisreserven schmelzen. Im Jahr 2002 verschwand ein grosser Teil des Larsen-Schelfs in der Antarktis - ein Vorgang, der für nahezu unmöglich gehalten wurde. Die zuvor beobachteten Phänomene (z.B. Schmelzwasserseen) werden derzeit in Grönland vermehrt festgestellt. Alles deutet darauf hin, dass der Eispanzer der Arktis innerhalb der nächsten Jahrzehnte verschwinden wird. Mit katastrophalen Folgen: Auch wenn "The Day After Tomorrow" deutlich mehr Fiktion als Science enthielt - Der Golfstrom ist bereits einmal zum Erliegen gekommen, als nach einer der letzten Eiszeiten Süßwasser vom amerikanischen Kontinent in den Atlantik strömte. Für uns in Europa dürfte es dann vorbei sein mit milden Wintern. Der Film wurde im Jahr 2005 gedreht (Hurrikan Katrina und die Verwüstungen in New Orleans waren gerade das aktuelle Thema), und in der Zwischenzeit hat sich viel getan. Die neusten Erkenntnisse werden in einem 30minütigen "Update" von Al Gore erzählt. Besonders erschreckend finde ich folgende Aussicht: Durch die globale Erwärmung tauen die Permafrostböden der sibirischen und nordamerikanischen Tundren auf. Dadurch wird dort fixiertes Methan freigesetzt - und zwar so viel, dass der Treibhauseffekt der Atmosphäre fast schlagartig verdoppelt wird. Wenn einen schon die obige Kurve des CO2-Anstiegs erschreckt hat, muss einen diese Aussicht eigentlich in Panik versetzen. Gerade in den letzten Wochen wurde nochmal deutlich, wer hierzulande bei diesem Thema welche Meinung hat: Eine Autoindustrie, die sich weigert, weniger umweltschädliche Fahrzeuge herzustellen, oder populistische Politiker, die die grandiose australische Idee aufgegriffen haben, altmodische Glühbirnen zu verbieten. Ja genau, das wird uns vor der Katastrophe bewahren. Der Bericht der IPCC gibt uns noch ein paar Jahre Zeit, in denen das Ruder herumgerissen werden kann. Ich weiss nicht... Wenn ich bedenke, wieviele Menschen in Schwellenländern wie China oder Indien den (berechtigten) Wunsch haben, auch am Wohlstand teilzuhaben, mit Autos, Klimaanlagen und all den anderen Energiefressern, die wir uns seit Jahrzehnten gönnen, dann schätze ich die Chancen eher schlecht ein. Ich denke, Hoimar von Ditfurth wird Recht behalten mit seiner Prognose "Die Erde wird uns [Menschen] einfach abschütteln und ohne uns weitermachen."

2007-02-20

Fragen und Antworten

Leider fristen meine drei Film-Quizze ein recht einsames Leben, daher möchte ich an dieser Stelle erneut etwas Werbung machen. Vor allem erwähne ich sie deshalb nochmal, weil ich endlich auch die Lösungen verrate.

2007-02-18

Wolkige Worte

Vermutlich sind die meisten schon mal über sogenannte "Tag Clouds" gestolpert. Wenn nicht: Flickr hat ein ziemlich gutes Beispiel. Dabei handelt es sich um ein recht intuitives Verfahren, Begriffe und ihre relativen Häufigkeiten z.B. innerhalb einer Website übersichtlich darzustellen. Natürlich musste ich ausprobieren, ob ich sowas nicht auch für mein Blog hinbekomme. Eine klassische tag-basierte Auswertung wäre aber in diesem Fall nicht so spannend gewesen, da die Anzahl der von mir verwendeten tags (bei mir "Kategorien") recht überschaubar ist, und die zugehörige Statistik von Blogger sowieso schon erstellt wird. Aber vielleicht verstecken sich ja im Volltext meiner Beiträge irgendwelche Tendenzen, von denen ich bisher selber nichts geahnt habe. Da es Tag Clouds sowieso nicht mit richtigen Text-Analyse- und Data-Mining-Techniken aufnehmen können, wie sie etwa im Projekt "Wortschatz" der Universität Leipzig demonstriert werden, fand ich es gerechtfertigt, mit einer recht einfachen Heuristik für die Erstellung meiner Wort-Wolke anzufangen. Nachbessern kann man ja immer noch. Das Ergebnis ist nun in der Navigationsleiste meines Blogs zu sehen. Zumindest, wenn man es direkt liest, und nicht über einen RSS-Reader. Und wenn man einen geeigneten Browser verwendet. Firefox und Opera stellen die Wort-Wolke korrekt dar, der Internet Explorer leider nicht. Und die von ihm angezeigte "Fehlermeldung" (die Anführungszeichen sind noch geschmeichelt) trägt nicht im geringsten dazu bei, die Ursache dafür zu finden. Zunächst wollte ich die Auswertung durch ein CGI-Skript machen lassen, das die Wort-Wolke generiert hätte. Das Problem war, das Ergebnis einzubinden. Egal, ob dies über einen inline frame oder per object-Element erfolgt wäre, man hätte im Voraus die Größe der Wolke kennen müssen. Die Methode, per JavaScript die Größe nachträglich anzupassen, gefiel mir überhaupt nicht. Das Ergebnis des CGI-Skripts per XMLHttpRequest (also Ajax) einzubinden, scheiterte an der Same Origin Policy von JavaScript. Also blieb als einzige Möglichkeit, die Sache komplett in JavaScript und Client-seitig zu realisieren. Dabei wird Ajax verwendet, die Rohdaten für die Auswertung zu holen, nämlich einfach den oben schon erwähnten RSS-Feed. Derzeit ist die Verarbeitung nicht ganz so elegant, wie ich mir das gewünscht hätte. Vor allem analysiere ich den reinen Text, und verwende nicht die XML-Struktur der RSS-Daten. Dadurch geht mir z.B. die Verknüpfung eines Begriffs zu seinem Artikel verloren. Daher verweisen die in der Wolke angezeigten Begriffe auf die Suchfunktion von Blogger. Warum dann bei einer Suche auch Artikel angezeigt werden, in denen der Begriff garnicht vorkommt, kann ich aber nicht sagen. Für einen ersten Versuch kann ich aber mit dem Ergebnis leben. Ein kleiner Vorteil ist, dass man die Lösung durch drei Zeilen HTML-Code in jedes andere Blogger-Blog einbauen könnte. Aber es gibt noch diverse Stellen, die verbessert werden müssten. Derzeit werden nur freistehende Worte berücksichtigt, die also rechts und links von Leerzeichen umgeben sind. Dadurch gehen natürlich vor allem Worte in Überschriften verloren, die direkt hinter einem öffnenden Tag stehen. Dann könnten Variationen von Worten zu Wortstämmen zusammengefaßt werden. Ich könnte mir vorstellen, über den longest common prefix die meisten Pluralformen herausfiltern zu können. Optimal wäre es natürlich, Begriffe identifizieren zu können, die aus mehreren Worten zusammengesetzt sind. Das bei mir recht häufig vorkommende "Google Maps" wird in "Google" und "Maps" zerlegt. Derzeit kann ich aber nicht abschätzen, ob das gleichzeitig in JavaScript und halbwegs performant realisiert werden kann. Update: Was verlasse ich mich auch auf die Angaben von SELFHTML bezüglich der Funktion split? Ein Blick in die Spezifikation zeigt, dass man sehr wohl eine regular expression zur Trennung eines Strings verwenden kann. Und wenn man dann noch ein wenig bastelt, dann werden auch die Umlaute mitgenommen. Die Wort-Wolke sollte jetzt etwas realistischer sein. Das Problem mit den Wort-Varianten besteht aber nach wie vor.

2007-02-03

Lebensabschnittsende

Ursprünglich war dieses Blog ja mal dazu eröffnet worden, meinen Quereinstieg in den Beruf des Lehrers zu dokumentieren. Dass es neun Monate später von meinem Ausstieg berichten würde, war eigentlich nicht geplant. Aber nun ist es Zeit, noch einmal auf diese Phase meines Lebens zurückzublicken. Denn im Gegensatz zu mir haben die meisten anderen Mitstreiter aus meinem Seminar durchgehalten, und konnten nun, nach fast zwei Jahren und einer erfolgreich bestandenen Prüfung, das Referendariat beenden. Herzlichen Glückwunsch dazu! Leider scheint aber ausgerechnet "meine" Schule als einzige dieses Ereignis gebührend zu würdigen. Dort wird nämlich von der Verabschiedung meiner beiden ehemaligen Kolleginnen Verena und Caro berichtet. Jetzt habt Ihr sie hinter Euch, die Seminare, die Unterrichtsbesuche, die Beurteilungen und die Rechtfertigungen. Jetzt könnt Ihr Euch auf "Euren" Unterricht konzentrieren, ohne dass Euch jemand 'reinredet. Ich wünsche Euch und Euren SuS (für Aussenstehende: "Schülerinnen und Schülern") dabei genausoviel Spaß wie Erfolg. Ich für meinen Teil, mit nun über einem Jahr Abstand, bin nach wie vor überzeugt, dass meine beiden Entscheidungen richtig waren: In den Schuldienst zu gehen, aber auch, ihn wieder zu verlassen. Ich mußte eben selber herausfinden, dass das nicht das richtige für mich war. Ich hatte damals ja von meinen Eindrücken berichtet, und was meiner Meinung nach an der Lehrerausbildung verbessert werden könnte. Getan hat sich da nicht viel, die Belastungen werden eher noch zunehmen. Es gibt zwar positive Entwicklungen (wie ein geplantes Punkte-System, das den Arbeitsaufwand der unterschiedlichen Fächer besser wiedergibt als die reine Stundenzahl), aber auch herbe Einschnitte. Durch die Umstellung auf die neue Tarifregelung und den Wegfall der Verbeamtung wurde den neuen Lehrern im Allgemeinen und den Quereinsteigern im Besonderen an's Bein gepinkelt. Zwar hat die Regierung nochmal zurückgerudert, aber versuchen kann man's ja mal. Und selbst solche scheinbaren Kleinigkeiten wie die Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers sind Nackenschläge, die diesen Beruf ganz gezielt treffen. Wo soll ein Lehrer denn seinen Unterricht vorbereiten? Im Lehrerzimmer?? Das alles erhöht weder die Motivation derjenigen, die nun richtig in den Beruf gestartet sind, noch überzeugt es weitere Quereinsteiger, sich für diese Karriere zu entscheiden. Aber vielleicht ist auch das genau das Kalkül der Landesregierung. Die neue Studie mit Prognosen zur Entwicklung der Lehrerzahlen zeigt einerseits, dass bestimmte Bereiche vollkomen ausbluten werden, aber dafür woanders eine wahre Lehrer-Schwemme auf uns zukommt. Es ist dringend geboten, steuernd einzugreifen und bestimmte Schulformen und den gesamten Beruf wieder attraktiver zu machen. Ob's gelingt - viel Hoffnung habe ich nicht...

2007-01-30

Love It or Leave It

As I mentioned a few days ago, a new opportunity for creating a mashup based on geocoded data was practically enforced on me: The U.S. Environmental Protection Agency (the guys who brought us monitors showing the Energy Star logo some decades ago) is distributing data on their projects to the public, for free. To quote from their website:
EPA is providing geospatial environmental information about facilities and sites that are regulated by the Agency in order to increase public access to environmental data and awareness of environmental activities.
So this is essentially a good idea, even more for a country, whose current government's only reason to mention environmental issues is to deviate from its even more catastrophic politics in Iraq and elsewhere. So I took the data, looked at it, massaged it a little bit, and created a first, rough version of a mashup. Yes, it uses frames (which will break, if you follow links on EPA's pages) and is of limited value in its current form. The main reason for this article is to document my troubles with the data and EPA. And this is the reason for writing this article in english. You knew there was something different this time, didn't you? These are my main grieves with EPA's approach:
  1. The data is encoded as an XML file, which is a reasonable idea. Unfortunately, this XML file is distributed inside a ZIP archive. This disables a potential mashup creator from accessing the data directly from EPA's website, ensuring the use of the latest data. Instead, this file has to be downloaded, unpacked and placed on a different webserver. So we might see several mashups, all providing data with different grades of staleness. Some sites may be active, some might be abandoned - who will know?
  2. The first version of the XML file was not well formed, it contained an unescaped ampersand character. While this is hopefully fixed in the meantime, this leaves some room for thoughts concerning the expertise in handling XML data and quality assurance. The use of XML Schema is another reason for concern, but enough has been said here, so I won't elaborate on this aspect.
  3. The geographical data ("coordinates", "longitudes and latitudes") in the file are provided in different coordinate systems ("datums"): NAD27, NAD83 and WGS84. While NAD83 and WGS84 are essentially the same, the difference between a point in NAD27 and the corresponding point in WGS84 with the same values for longitude and latitude is usually several tens of meters. All free mapping services (like Google Maps or Yahoo Maps) expect coordinates using the WGS84 datum. So one has to convert the NAD27 coordinates - which is not a trivial task, even more if you want to do this on-the-fly in a mashup. I did the conversion offline (the first two items on this list were another reason) and used a short Perl script and the great library PROJ.4 and its Perl interface Geo::Proj4 to do the heavy lifting.
  4. The XML file contains a lot of repetitive data, which seems to be more boiler plate text than actual information. The unpacked XML file occupies a whopping 3 MBytes, which is a little bit too much to transfer it as-is in a mashup. My Perl script broke this down to a plain text file of 190 KBytes, containing just the essential data.
  5. Every item in the XML file contains a link to a corresponding page on EPA's web site. Unfortunately, this page is full of more boiler plate text. You have to scroll down to the end of this page and find a link to the projects real page. While it is understandable that EPA wants to put their work into perspective, this detour is an annoyance for a user looking for information. And these pages sport a "Close window" button, probably because somewhere these pages are used inside popups. But guess what? I hate popup windows, and I hate websites dictating users how and where to read content. So in my application, this button is unnecessary (and, thank God, non-functional).
But the main reason for this article is another one: I wrote to the EPA staff members responsible for this XML file, detailing my experiences while creating the mashup. I am not an american citizen, and I couldn't care less how the U.S. of A. cope with their environmental sins. But being a responsible netizen, I want to help creating valuable mashups. The reply I got?
I see that you have not signed up for the email alert service?
That's all. Just this one line, and the link to the EPA page my mashup shows on startup (so yes, I probably have seen it before). HELLO??? What has registering to an announcement (i.e. one-way) mailing list to do with my findings? Does this solve any of the problems I described? I was so taken aback by this meagre response, that I was unsure how to answer. Consider this article my return by open letter. So this experience with american buerocracy leaves me somewhat disappointed. I don't think I'll invest any more time in this project. But I wanted to document all this, maybe someone will find it useful, or had similar encounters with the EPA.

2007-01-21

Nach dem Sturm

umgeworfener Baum im SchildescheDie Folgen von Sturmtief "Kyrill" waren auch in Bielefeld zu sehen, auch wenn es andere Gebiete vermutlich stärker getroffen hat. Verschiedene Bäume, Schilder oder Gebäudeteile wurden in Mitleidenschaft gezogen. Ich denke aber, Bielefeld ist noch ganz glimpflich davon gekommen. Die Schäden, die ich am Freitag Morgenabgebrochener Baum am Obersee zwischen Gütersloh und Verl sehen konnte, waren deutlich stärker. Wer bisher daran gezweifelt hat, dass der Mensch das Klima verändert, der sollte so langsam umdenken. Und ich meine jetzt nicht die Stärke oder die Häufigkeit solcher Stürme, sondern eher den Zeitpunkt des Auftretens. Anscheinend verschieben sich die Jahreszeiten immer mehr: Im November haben wir Spätsommer, im Januar Herbststürme, und ab Februar richtigen Winter. Wo soll das bloß noch enden?

Aber ich habe fast zeitgleich noch einen anderen Sturm erlebt. Netterweise wurde mein bereits hier vorgestelltes USGS Earthquake Mashup in einem Artikel auf CNet verlinkt, und das habe ich dann ziemlich schnell anhand der Zugriffsstatistik gemerkt:

Zugriffsstatistik www.oe-files.de
Das ist zwar meilenweit davon entfernt, geslashdotted zu werden, aber witzig war's doch. Und ich konnte in meiner anderen Google-Maps-Anwendungen feststellen, wo die Leser von CNET zu finden sind:

Geokodierte Zugriffsstatistik
Man konnte richtig schön sehen, wie zuerst Zugriffe aus dem Silicon Valley erfolgten. Dort wurde wohl bis spät in die Nacht gearbeitet (oder zumindest gesurft). Hmmm, wer wohl hinter diesem Treffer stand... Etwas später konnte man dann zusehen, wie Amerika aufwachte, und sich die Markierungen von der Ostküste langsam nach Westen ausbreiteten.

Inwischen ist auch dieser Sturm deutlich abgeflaut, aber ich hoffe, dass der PageRank meiner Seiten nun etwas höher ist. Die in dem CNet-Artikel erwähnten Daten habe ich mir auch mal angesehen, und bereits ein erstes provisorisches Mashup erstellt. Aber dazu mehr, wenn's wirklich fertig ist.

2007-01-15

Es hätte so schön sein können...

Ich geb's ja zu: Diesen Artikel schreibe ich nur, weil ich auch mal ein Video einbinden will. Der Preis dafür: Man muß das Flash-Plugin von Adobe installiert haben... Heute hat sich der Fernsehsender Viva Plus verabschiedet (wo soll ich jetzt bloß all die Klingeltöne für mein Handy herbekommen? Ach richtig: ick 'abe ja ga' kein 'andy) und wurde durch Comedy Central ersetzt. Und es bestätigt sich der vor vielen Jahren von Dieter Hallervorden getane Ausspruch: "Die Aufgabe eines Programmdirektors besteht darin, die Spreu vom Weizen zu trennen - und dann die Spreu zu senden." Neben Wiederholungen von eher mittelmäßigen Sitcoms fiel mir heute nur positiv Creature Comforts von Nick Park (Aardman) auf. Was aber echt eine Todsünde ist: Wenn man schon das CD und das Programm vom echten Comedy Central übernimmt, warum dann nicht auch die beste Show, die es dort zu sehen gibt? The Daily Show with Jon Stewart. Sie müsste noch nicht einmal synchronisiert werden. Wer schon mal am Wochenende CNN gesehen hat, könnte über den wöchentlichen Zusammenschnitt dieser Sendung gestolpert sein. Und das ist wie Michael Moore, nur öfters: Das gibt einem immer wieder Hoffnung, dass nicht alle in Amerika total verblödet sind. Das ist wie "Der Schwarze Kanal", nur genau andersrum. Daher meine Forderung an Comedy Central Deutschland: Zeigt die Daily Show - und zwar täglich!

2006-12-29

neulich im Kino: "Die Rotkäppchen-Verschwörung"

Nicht ganz werksgetreue Nacherzählungen von Märchen sind scheinbar immer noch im Trend. Da gibt es den unverwüstlichen Klassiker von 1941, den Überraschungserfolg von 2001, den ganz passablen Versuch des deutschen Kinos von 2004, und den (leider) Flop von Pro7 aus diesem Jahr. Aber anscheinend ist immer noch Platz für eine weitere Version. Und da Computeranimation inzwischen nicht mehr nur den ganz großen Filmfirmen vorbehalten ist, hat nun auch die bisher unbekannte "Kanbar Entertainment" ihren Beitrag in's Rennen geschickt. Mit "Hoodwinked!" schließt sich der Kreis, wir sind wieder bei Rotkäppchen angekommen, und ähnlich wie schon bei Tex Avery ist hier alles ein wenig anders, als es uns die Gebrüder Grimm überliefert haben. Im Märchenwald treibt ein Gauner sein Unwesen und stiehlt Rezepte. Nach und nach müssen alle Geschäfte schließen, nur Großmutter Puckett ist noch nicht behelligt worden. Steckt sie vielleicht hinter der ganzen Sache? Als Rotkäppchen ihre Großmutter besuchen will und stattdessen den Wolf findet, entsteht zunächst der bekannte Dialog. Wenn dann die Großmutter gefesselt aus dem Wandschrank fällt und im gleichen Augenblick ein Holzfäller mit Getöse durch die Wohnzimmerscheibe fliegt, merkt auch der letzte Zuschauer, dass hier nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die vier Beteiligten dieses Durcheinanders werden von der Polizei verhört, und jeder hat eine etwas andere Geschichte zu erzählen. Offensichtlich ist niemand der, für den er oder sie gehalten wird: Nicht das kleine Rotkäppchen, nicht die brave Oma, nicht der böse Wolf. Und was hat überhaupt dieser Holzfäller mit der ganzen Sache zu tun? Diese vierfache Rückblende auf die Ereignisse ist einer der Aspekte, der den Film wirklich interessant macht. Eine gehörige Portion an Situationskomik und guten Dialogen tun ihr übriges. Was in der deutschen Fassung leider völlig verloren geht, sind die fantastischen Sprecher, die im Original zu hören sind (Jim Belushi, Glen Close, Xzibit und der absolut geniale Patrick Warburton). Sarah Kuttner, Hans-Werner Olm (als Großmutter), Smudo und vor allem Max Raabe sind zwar nicht schlecht, aber bei einem Film dieser Art geht in der Übersetzung einfach zuviel verloren. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Optik des Films. Da es sich um eine Low-Budget-Produktion handelt (zumindest im Vergleich zu "Nemo", "Cars" und dergleichen), sind die Figuren und die Umwelt eher schlicht gehalten. Das wäre an sich noch nicht schlimm, aber dass (zumindest die menschlichen) Darsteller wie Holzfiguren aussehen, fand ich dann doch etwas übertrieben. Man fühlt sich leicht an die "Dulock-Is-A-Happy-Place"-Sequenz in "Shrek" erinnert. Und ich frage mich, wieso der Film erst jetzt in die deutschen Kinos kommt, obwohl er bereits vor über einem Jahr in den USA Premiere hatte, und auch in vielen unserer Nachbarländer schon in der ersten Jahreshälfte gelaufen ist. Denn wer im Film "Over The Hedge" beim grandiosen Schluß-Gag mit Hammy dem Eichhörnchen vor Lachen aus dem Kinosessel gefallen ist, der wird verwundert feststellen, dass der gleiche Gag in diesem Film vorkommt - haben wir es also vielleicht wirklich mit einer Verschwörung zu tun? Ist DreamWorks so mächtig, dass es seinem Film den Vortritt erkaufen konnte? Oder ist das bloß alles ein Zufall? Ich zumindest hätte den Titel des Films auch anders übersetzen können...

2006-12-28

neulich im Kino: "Nachts im Museum"

Ben Stiller gehört zu den Schauspielern, an die ich mich erst langsam gewöhnen musste. Filme wie "Verrückt nach Mary" werden wohl nie ganz meine Wellenlänge sein, aber mit "The Royal Tenenbaums", "Meet the Parents", "Zoolander" und "Starsky & Hutch" hat er mich dann doch allmählich überzeugt, das er ganz nette Filme machen kann. Selbst sein Auftritt in einer Friends-Folge erscheint mir heute viel komischer als noch vor einigen Jahren. Wirklich toll fand ich ihn dann als Alex in "Madagascar", auch wenn es hier "nur" seine Stimme war. Also kann "Night at the Museum" doch garnicht schlecht sein, oder? Als ich erst vor wenigen Tagen im Fernsehen über ein paar Ausschnitte des Films stolperte, sahen die recht vielversprechend aus. Doch dann musste ich mit Erschrecken feststellen: Regisseur des Films ist Shawn Levy, der uns früher in diesem Jahr das Remake von "The Pink Panther" eingebrockt hatte. Auch da sahen der Trailer und die Ausschnitte ganz nett aus. Und ich bin sicher, Steve Martin, Jean Reno und Kevin Kline hätten daraus einen echt guten Film machen können. Stattdessen hatte ich zum ersten Mal das starke Bedürfniss, bereits nach 20 Minuten den Kinosaal zu verlassen - was ich dann nicht gemacht habe, vermutlich weil die Hoffnung zuletzt stirbt. Insgesamt also recht gemischte Voraussetzungen für "Nachts im Museum". Aber als Familienkomödie zwischen den Jahren ist der Film dennoch geeignet. Ben Stiller hat diverse Jobs mit mehr oder weniger (meistens eher weniger) Erfolg gehabt, und landet nun als Nachtwächter in einem Museum. Wunderschön ist die Szene auf dem Arbeitsamt, wenn man weiss, das Stiller seiner eigenen Mutter Anne Meara gegenüber sitzt. Auch die übrige Besetzung kann sich sehen lassen. Stiller löst drei Nachtwächter ab, die in Rente gehen: Dick Van Dyke, Mickey Rooney und Bill Cobbs. Was sie "dem neuen" nicht wirklich verraten: Nachts werden die Exponate des Museums lebendig - und hinterlassen dabei in der Regel ein totales Chaos. Der einzige Vernünftige ist die Puppe von Teddy Roosevelt (Robin Williams), der z.B. hilft, einen Streit zwischen einem Cowboy (Owen Wilson) und einem römischen Centurio (Steve Coogan) zu schlichten. Die Story ist also nicht unbedingt der Brüller, und die Ausführung lässt manchmal zu wünschen übrig. Aber dennoch hat der Film genügend leichte Momente, so dass er insgesamt recht unterhaltsam ist. Wenn Stiller z.B. rätselt, welchen berühmten Entdecker eine Statue darstellt (wer hat den Film produziert?). Oder wenn er das Sprichwort "Fool me once..." ebensowenig auf die Reihe bekommt, wie der amtierende Präsident der USA. Eine besondere Überraschung hält noch die deutsche Synchronisation bereit: Wer immer auf die Idee kam, den Museumsdirektor von Piet Klocke sprechen zu lassen, ihm seit hiermit virtuell die Hand geschüttelt.

Frischzellenkur

Als Benutzer von Blogger musste man in letzter Zeit immer neidischer auf andere Blogs und deren technische Möglichkeiten schauen. Dinge wie Labels oder Trackback waren nicht möglich oder wurden erst relativ spät eingeführt. Ich war schon am überlegen, ob ich nicht auch auf WordPress oder etwas vergleichbares umsteigen und das ganze auf meinen eigenen Server packen sollte. Aber anscheinend hat die Konzernmutter Google hinter den Kulissen kräftig arbeiten lassen. Bereits vor einiger Zeit konnte man auf die Beta-Version des neuen Blogger umstellen. Ich habe dann doch lieber mal das offizielle Release abgewartet, aber nun auch den Schritt gewagt. Vor allem die Labels (die bei mir altdeutsch "Kategorien" heissen) wollte ich unbedingt haben. Irgendwie habe ich in letzter Zeit (wenn überhaupt) nur zu den Themen Google/Yahoo Maps/Earth geschrieben. Durch die Kategorien und die Übersicht in der Navigationsleiste gehen die anderen Artikel hoffentlich nicht ganz so leicht unter. Weitere Nettigkeiten, wie z.B. die Einbindung von RSS-Feeds, werde ich bestimmt demnächst ausprobieren. Außerdem habe ich die Liste der befreundeten Blogs etwas aktualisiert. Einige Leute sind in der Blogosphäre nicht mehr auffindbar, andere könnten sich ruhig auch mal wieder zu Wort melden. Ich weiß, wer im Glashaus sitzt... Mein Vorsatz für 2007 ist daher, wieder häufiger zu schreiben. Aber gute Vorsätze und dieses Blog, da habe ich noch ein paar Leichen im Keller...

2006-11-18

New Kid on the Block

Da sich die letzten Artikel immer nur um das Thema Google Maps gedreht haben, heute mal was ganz anderes: Yahoo Maps. Yahoo bietet zwar auch schon länger einen eigenen Kartendienst an, und wohl auch schon länger eine Schnittstelle, um diese Karten auf eigenen Web-Seiten einzubinden. Aber erst ein Artikel im Heise-Newsticker, bzw. die größtenteils völlig unqualifizierten Forumsbeiträge, haben mich dazu bewogen, mir Yahoo näher anzusehen und die beiden Konkurenten miteinander zu vergleichen. Und um einen wirklich direkten Vergleich zu ermöglichen, habe ich kurzerhand eine Seite mit einem "Google and Yahoo Maps Bakeoff" erstellt. Es wird der gleiche Kartenausschnitt einfach zweimal dargestellt, einmal von Google und einmal von Yahoo. Beide Karten sind miteinander synchronisiert, d.h. wenn man in der einen den Ausschnitt oder die Vergrößerung ändert, wird dieser Vorgang in der anderen Karte nachvollzogen. Nur der Wechsel zwischen den verschiedenen Kartendarstellungen (gezeichnet, Satellitenaufnahme oder hybrid) läßt sich nicht ohne weiteres erkennen und auf die andere Karte übertragen. Die Unterschiede sind recht interessant. In der Regel hat Google die besseren Karten, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Anteil an hochauflösend dargestellten Bereichen Deutschlands ist sehr viel größer. Auf der anderen Seite kann Yahoo aber in bestimmten Regionen auftrumpfen, und eine davon ist zufälligerweise der Großraum Bielefeld. Während dieser bei Google ja nach wie vor nur in schlechter Qualität vorhanden ist (und ausserdem um einige Kilometer verschoben ist), kann man sich bei Yahoo die Bielefelder Innenstadt oder den Obersee bildschirmfüllend ansehen. Die Aufnahmen wurden zwar augenscheinlich im Winter und bei verhältnismäßig tief stehender Sonne gemacht, aber man ist ja bescheiden geworden. Die APIs der beiden Dienste sind erstaunlich ähnlich, was sicherlich auch daran liegt, dass beide im Prinzip die gleiche Funktionalität bieten. Die relevanten Events auf einer der beiden Karten zu erkennen und auf die jeweils andere Karte zu übertragen ist ein Kinderspiel. Lediglich der Zoomlevel ist in beiden Applikationen anders: Während bei Google größere Werte in die Karte hineinzoomen, bewirken sie bei Yahoo den gegenteiligen Effekt. Trotzdem sind die zugrundeliegenden Zoom-Stufen aber die gleichen, die beiden Vergleichskarten zeigen im Prinzip immer pixelgenau den gleichen Ausschnitt an. Das Yahoo-API erlaubt genauso wie Google, eigene Informationen einzublenden und verfügt auch über einen Geocoder. Ich weiss noch nicht genau, mit welchem der beiden Systeme ich in Zukunft arbeiten werde. Da die APIs aber so ähnlich sind, könnte man vermutlich auch eine zusätzliche Abstraktionsschicht zwischen Anwendung und Karten-API legen, so dass man beliebig zwischen den beiden Diensten wechseln kann. Es würde mich nicht wundern, wenn schon bald entsprechende Lösungen angeboten würden. Update: Falls man schöne oder interessante Beispiele findet, wo sich die beiden Karten unterscheiden, kann man diese nun verlinken und bookmarken. So ist z.B. die A33 bei Google bereits fertig ausgebaut, während Yahoo den derzeit aktuellen Stand zeigt. Dieser am Meer gelegenen Parkplatz bei Athen ist entweder irgendwann einmal Opfer einer Überflutung geworden, oder der Anbau ist dem Wasser abgetrotzt werden. Und der Flughafen "El Prat" bei Barcelona ist vor und nach seiner Erweiterung zu sehen. Weitere Beispiele dürfen gerne per Kommentar an diesen Artikel angefügt werden.

2006-11-12

noch'n Mashup

Bei der Suche nach Informationen, die man geokodieren und mit Google Maps darstellen kann, haben sich bisher nicht allzuviele Anwendungen aufgedrängt. Viele interessante Daten sind nämlich nicht mit Ortsinformationen versehen, oder lassen sich nicht so ohne weiteres damit verknüpfen. Bei einer Sache ist etwas unklar, ob bzw. wie gut es geht: IP-Adressen. Nachdem ich ja bereitwillig darüber Auskunft gebe, wann ich mich wo aufhalte, ist es meiner Meinung nach nur fair, wenn auch die Leser meiner Webseiten die gleiche Offenheit an den Tag legen. Für meinen Webserver www.oe-files.de habe ich daher zwei Mashups gemacht. Das erste zeigt die gerngesehenen Leser, die typischerweise via Google auf die Folien zu meinen Kursen stoßen. Da ich es mit der Überwachung aber auch nicht übertreiben will, zeige ich weder die genaue IP-Adresse, die Zahl der Zugriffe, die angefragten Daten noch den Zeitpunkt oder die Verweildauer an. Die zweite Karte zeigt diejenigen "Leser", die auch gerne wegbleiben könnten: Nämlich diejenigen, die offensichtlich per Scan meinen vServer gefunden haben. In aller Regel sind das Bots, die nach bekannten URLs suchen, über die z.B. PHP-basierte Web-Foren missbraucht werden können. Ich überlasse es jetzt mal jedem einzelnen zu entscheiden, ob diese Zugriffe im Vergleich zu den erstgenannten aus signifikant anderen Regionen der Welt stammen. Da ich als einzige Information nur einen Hostnamen oder eine IP-Adresse habe, ist natürlich die Frage berechtigt, ob sich daraus überhaupt Ortsinformationen sicher ableiten lassen. Zwar gibt es im Prinzip die Möglichkeit, diese Daten dort abzulegen, wo sie sinnvollerweise hingehören, die Zahl der Provider, die RFC 1876 implementieren, dürfte aber verschwindend gering sein. Da IP-Adressen aber nicht völlig willkürlich verteilt werden, sondern ganze Blöcke den RIRs und von dort dann den einzelnen LIRs zugeordnet werden, scheint eine Verknüpfung dennoch möglich zu sein. Man kann sich einen entsprechenden Dienst zwar einkaufen (wobei die Firma auch eine kostenlose Light-Variante anbietet), ich habe mich aber für die Lösung von hostip.info entschieden. Vor allem, weil man über ein ziemlich simples HTTP-API einfach eine IP-Adresse hinschickt und die entsprechenden Ortsinformationen zurückbekommt. Die Qualität der Daten scheint sehr unterschiedlich zu sein. Ich sehe (zumindest jetzt, während ich das hier schreibe) Zugriffe aus Aachen oder aus Mannheim bzw. Walldorf. Da hätte ich schon einen Verdacht, wer das sein könnte :) Andererseits wurde meine eigene, mir von meinem Provider zugewiesene Adresse, zunächst in Hamburg verortet. Man kann das zwar korrigieren, was ich auch gemacht habe, aber ob damit nun nicht andere Adressen fälschlicherweise in Bielefeld landen, ist unklar. Ich lasse das Mashup jetzt erstmal eine Weile laufen, die Karten werden einmal pro Tag aktualisiert. Um die Leser dieses Blogs zu geokodieren, müsste ich ein paar einfache Tricks anwenden, da ich keinen direkten Zugriff auf die log-Daten habe. Aber das ist natürlich kein wirkliches Hindernis... Update: Ich cache jetzt die geocodierten Daten lokal per Datenbank, und frage nur für neue Adressen bei hostip.info nach. Dadurch habe ich keine Bedenken mehr, das update-Intervall deutlich zu verkürzen. Neue, bisher nicht gesehene IP-Adressen, werden nun durch rote Punkte gekennzeichnet.

2006-11-01

Ajax-Vortrag

Auch dieses Semester findet wieder das RBG-Seminar statt, in dem sich aktuelle und ehemalige Systemadministratoren der Universität Bielefeld und sonstige Interessierte über Neuigkeiten aus den Bereichen Administration, Netze, Sicherheit, usw. unterhalten. Die heutige Veranstaltung war zwar recht gut besucht, aber meiner Meinung nach dürfen auch gerne wieder ein paar mehr Studierende vorbeischauen. Ausserdem sind noch einige Termine frei, die nur auf eine(n) Vortragende(n) warten. Ich für meinen Teil habe heute was zum Thema Ajax erzählt (Folien zum Angucken und zum Ausdrucken). Wie habe ich es vermisst, mich mal wieder mit was zu beschäftigen, was mich selber interessiert, und dann anderen davon zu berichten... Ich habe die Beispiele nochmal soweit überarbeitet, dass sie nicht nur in Mozilla/Firefox funktionieren, sondern auch im Internet Explorer und Opera. Zumindest funktionieren sollten. Beim Film-Beispiel wirft der IE eine unverständliche Fehlermeldung, und Opera packt die per XMLHttpRequest nachgeladenen Daten nicht an die vorgesehene Stelle. Ich weiss im Augenblick nicht, woran das liegt. Aber zumindest die einfachen Beispiele am Anfang laufen in allen drei Browsern. Konqueror/Safari kann ich wieder nicht testen, da bitte ich um Rückmeldung, wie sich die Beispiele dort verhalten.

2006-10-15

Schneller als CNN

Gerade zappe ich durch die Fernsehprogramme, da wird auf CNN von einem schweren Erdbeben auf Hawaii berichtet. Zum Glück scheint es nach dem derzeitigen Stand der Dinge keine Toten gegeben zu haben, obwohl es mit einer Stärke von 6,3 auf der Richterskala relativ heftig war. Das "witzige" (in diesem Zusammenhang ein blödes Wort) ist, dass ich das quasi live verfolgen konnte. Ich habe ja schon öfters von meinen Experimenten mit Google Maps berichtet, aber bisher spielte sich das alles im Großraum Bielefeld ab (eben soweit ich an einem Tag mit meinem Fahrrad kommen kann). Jetzt wollte ich mir ein eigenes Mashup zusammenbauen, doch wo bekommt man interessante und aktuelle Daten her? Der United States Geological Survey bietet schon länger aktuelle Informationen über Erdbeben, mit Karten und allen nur erdenklichen Zusatzinformationen. Und seit einiger Zeit werden diese Daten auch per RSS-Feed verteilt. Also sollte es doch relativ einfach sein, diese mit Google Maps zu verknüpfen. Ich bin sicher, das haben schon dutzende andere Leute vor mir gemacht, aber es ging ja um's Ausprobieren. Also habe ich mir "mal eben" mein persönliches "USGS Live Earthquake Mashup" zusammengebastelt. Alle zehn Minuten werden die aktuellen Daten automatisch aus dem Feed gezogen und auf der Karte dargestellt, wobei immer das neuste Erdbeben in die Kartenmitte geschoben wird. Und als ich das dann heute Abend ausprobiert habe und einfach mal 40 Minuten im Browser habe mitlaufen lassen, konnte man sehr schön sehen, wie plötzlich im Nordwesten der "Big Island" kleinere Erdbeben mit Magnituden knapp über 2,5 "einschlugen". Selbst einem geologischen Laien drängte sich der Verdacht auf, dass sich da was zusammenbraut. Mit so einem großen Erdbeben hätte ich allerdings nicht gerechnet. Mal schauen, was für andere Geodaten ich noch finde, die sich mit Google Maps visualisieren lassen...

2006-09-27

Das mache ich auf gar keinen Fall

... oder vielleicht doch? Meine Anagramm-Karte scheint mir ein paar neue Leser beschert zu haben, danke an die Mit-Bloggerin, die sie verlinkt hat. Die Idee kam mir durch einen Artikel über die schon erwähnte Londoner Karte auf Boing Boing. Nun wird dort von einer weiteren U-Bahn-Karte berichtet, die obendrein noch auf Google Maps beruht. Ich bin unschlüssig, ob sich diese Idee auf Bielefeld übertragen läßt, oder ob das ganze Projekt nicht doch eher für einen Ig-Nobelpreis vorgeschlagen werden sollte. Auf alle Fälle ist die Karte nett gemacht, ich empfehle, mal ein wenig herauszuzoomen. Ich glaube, Bielefeld lohnt sich für eine derartige Darstellung nicht, dazu ist es nicht Weltstadt genug. Im Vergleich zu anderen U-Bahnen, die ich bisher kennengelernt habe (München, Barcelona und Paris) ist die Stadtbahn olfaktorisch völlig harmlos. Liegt vielleicht daran, dass es ja gar keine echte U-Bahn ist, sondern die Züge regelmäßig an die frische Luft kommen.

2006-09-17

Shiver Me Timbers: It's Talk Like A Pirate Day

Wenn es von einer Sache mehr als genug gibt, dann sind es wohl Gedenktage. Vermutlich, damit sich niemand übergangen fühlt, und auch wirklich an jeden gedacht wird. Auf einen Gedenktag warte ich übrigens immer noch... Der Gedenktag kommenden Dienstag (das ist der 19. September) ist aber wirklich wichtig, und ich möchte alle Leser bitten, sich an diesem Tag entsprechend zu verhalten. Es ist nämlich der International Talk Like A Pirate Day! Und wer auch nach ausgiebigem Studium von Pirates of The Caribbean (und der Fortsetzung) noch Nachhilfe braucht, sollte sich unbedingt diesen sehr gut gemachten Lehrfilm ansehen. Oder mal wieder eine Runde Pirates! oder Monkey Island spielen. Also: I gunna be seeing ya, yee scurvy dogs!

2006-09-15

Orientierungshilfe

Was London und seiner Untergrundbahn recht ist, kann Bielefeld und seiner Stadtbahn doch nur billig sein. Also habe ich mir meine eigene "StadtBahn Bielefeld Anagram Map" gebastelt: StadtBahn Bielefeld Anagram Map Wer will, kann sich die Karte auch zum Ausdrucken herunterladen. Leider ist die deutsche Sprache nicht ganz so flexibel wie die englische. Für diverse Begriffe habe ich nur mit ein paar Tricksereien sinnvolle Anagramme finden können (so wurde aus "Elpke" notgedrungen "Station Elpke"). Dafür bin ich auf einige Begriffe richtig stolz (z.B. die Übersetzungen für "Deciusstraße" und "Landgericht"). Und natürlich habe ich nicht selber nach Anagrammen gesucht, sondern suchen lassen. Vielen Dank an das Programm "Wordpool" und seinen Autor. Als notorischer Grobmotoriker bin ich natürlich nicht sonderlich künstlerisch begabt. Wer über die nötigen Fähigkeiten verfügt, die einschlägigen Werkzeuge besitzt und eine genügend niedrige Hemmschwelle hat, um die Vorlage von moBiel schamlos abzukupfern, ist hiermit herzlich eingeladen, die Grafik aufzupeppen. Und wer bessere Anagramme findet, soll sie bitte nicht für sich behalten, sondern mir mitteilen. Update: Danke an Torsten und Björn für Hinweise auf Fehler und bessere Anagramme. Das Londoner Original liefert sich anscheinend ein Hase-und-Igel-Rennen mit den Rechtsanwälten der dortigen Verkehrsbetriebe. Derzeit ist es auf http://www.bbc0.co.uk/ zu finden. Es gilt zwar immer noch: IANAL, aber meines Wissens nach sind Parodien in aller Regel erlaubt (sofern sie nicht gegen sehr viel fundamentalere Rechte als das Urheberrecht verstoßen).

2006-09-04

Google Maps - Work in Progress

Bevor ich wieder einen ganzen Monat lang nichts schreibe, erzähle ich einfach mal, wohin mich meine Experimente mit Google Maps geführt haben... Ich hatte ja bereits vor einiger Zeit erste Versuche unternommen, meine per GPS-Gerät aufgezeichneten Rad-Touren mit Google Maps darzustellen. Außerdem habe ich in meiner Firma (ja, noch ist es die gleiche) ein wenig mit der Visualisierung von Adressdaten herumgespielt. Während ich dabei war, eine professionelle GIS-Software zum Laufen zu bekommen, habe ich mir nebenbei mit Hilfe von GM "mal eben" eine Anwendung zusammengebastelt. Die professionelle Software tut immer noch nicht, meine Lösung war nach einem Tag fertig. Ermutigt durch diese Erfahrung habe ich an meinem Tour Book weitergebastelt. Die Daten kommen jetzt nicht mehr aus XML-Dateien, die im Dateisystem liegen, sondern werden per CGI-Skript aus einer Datenbank gelesen. Derzeit sind meine Radtouren von diesem Jahr abgelegt (ja ja, ich bin heuer kaum besondere Strecken gefahren, das meiste sind meine üblichen Runden über Werther). Vor allem war ich zwischenzeitlich auf einen netten Dienst gestoßen, den ich unbedingt nutzen wollte: "Reverse Geocoding". Geocoding weist einer Adresse ja ihre geographischen Koordinaten zu. Beim Reverse Geocoding geht es eben in die andere Richtung. Geonames hält diverse Geo-Daten bereit und bietet vor allem Geokodierungs-Webservices für verschiedene Arten von Anfragen an - und das alles kostenlos. Man kann also ganz leicht herausfinden, welcher Ort sich an den Koordinaten 52d 4m 21s Nord, 8d 28m 3s Ost befindet. Meine Idee war, die Orte entlang einer Strecke automatisch zu bestimmen, damit ich z.B. alle Touren auswählen kann, bei denen ich durch Borgholzhausen gefahren bin. Für die Fahrten im August ist diese Information in der Datenbank hinterlegt und wird automatisch mit angezeigt. Es stellte sich leider heraus, dass dieses Verfahren noch nicht optimal ist. Wie man z.B. an der Tour vom 6. August gut erkennen kann, liegen die gefundenen Orte nur auf fest vorgegebenen Längen- und Breitengraden, Orte dazwischen werden nicht gefunden. In der derzeitigen Form sind die Daten also relativ ungeeignet. Soweit ich es aber bisher sehen kann, ist die eigentliche Datenbasis sehr viel genauer, d.h. die Orte "dazwischen" sind im Prinzip auch geokodierbar. Da man sich die kompletten Rohdaten von Geonames herunterladen kann, werde ich wohl für den nächsten Versuch das reverse geocoding selber machen.

2006-08-04

Deutschlandtour 2006 in Google Maps und Google Earth

Auch wenn die Tour schon wieder halb 'rum ist, hier noch der übliche Service: Die Etappen-Daten vom Web-Server der ARD als KMZ-Datei für Google Earth aufbereitet, und die einzelnen Etappen in Google Maps: Übrigens, wem es noch nicht aufgefallen ist: Google Maps reagiert jetzt auch auf Doppelklick der linken und rechten Maustaste zum herein- und herauszoomen, und ganz neu ist, dass man dazu auch das Scroll-Rad einer Wheel Mouse benutzen kann.

2006-08-02

Le Tour de Pluie

Eigentlich müsste einem der Spaß am Radsport ja inzwischen gründlich vergangen sein. Ich hatte noch die stille Hoffnung, dass im Fall Landis irgendeine Begründung für den erhöhten Testosteron-Wert gefunden wird, die nicht auf einen Betrugsversuch durch den Fahrer selber zurückzuführen ist. Doch danach sieht es nun nicht mehr aus. Somit muss man sich schon fragen lassen, warum man als Zuschauer und Fan immer noch Radrennen ansieht. Vielleicht weil man hofft, dass unter 200 Fahrern nicht alle mit Medikamenten vollgepumpt sind, und es genügend gibt, die sich ganz ehrlich quälen. Und dazu hatten die Teilnehmer der heutigen Etappe der Deutschlandtour reichlich Gelegenheit. Fuhren sie gerade noch bei weit mehr als 30 Grad Celsius durch die brütende Sonne der Provence, durften sie heute bei weniger als 20 Grad den strömenden Ostwestfälischen Regen genießen. Gegen zwei Uhr sah es bei mir vor der Haustür etwa so aus. Da hätte ich mich nicht freiwillig auf den Sattel geschwungen. Die erste Etappe führte die 22 Manschaften über fast 200 Kilometer von Düsseldorf nach Bielefeld. Aber anderen Leuten bei der Arbeit zusehen, die Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen. Dank eines inzwischen genügend großen Überstundenkontos habe ich mir den Tag einfach mal freigenommen, um die Ankunft hautnah miterleben zu können. Das Ziel lag zwischen Jahnplatz und Willi-Brandt-Platz, und der ganze Bereich war natürlich für den regulären Verkehr weiträumig gesperrt. Um den Jahnplatz herum hatten sich die Sponsoren und Ausrüster der diversen Teams aufgebaut. Insbesondere konnte man reichlich Winkelemente erhaschen, die u.a. sprichwörtlich von der Laderampe eines LKWs verteilt wurden. Da es in diesem Bereich bereits lange vor Ankunft des Feldes brechend voll war, habe ich mich etwas in Richtung Flamme Rouge begeben, die in der Nähe der Kunsthalle hing. Kurz danach verfluchte ich meine Kamera (nicht zum ersten mal überhaupt, und nicht zum letzten mal an diesem Tag), dass es immer eine halbe Ewigkeit dauert, bis man nach dem Einschalten ein Foto schießen kann. So kann ich leider nicht dokumentieren, wie Ernie in seiner üblichen Dienstkleidung vorbeiradelte. Ein anscheinend ortsfremder Organisationshelfer hielt ganz aufgeregt einen gerade vorbeifahrenden Polizeiwagen an: "Wir haben einen Flitzer auf der Strecke!" Ich habe leider die Antwort der Beamten nicht mitbekommen, hatte aber nicht den Eindruck, dass sie in übermäßigen Aktionismus ausbrachen. Nachdem es dann kurz nach vier ein weiteres mal richtig zu schütten angefangen hatte, kam die Werbe-Karawane vorbei, die allerlei Devotionalien unter das Volk warf. Leider kam genau auf meiner Höhe der Wagen eines Sponsors zu stehen, von dem ich nicht unbedingt irgendwelche Kostproben haben wollte. Dann passierte erstmal nichts, und dann ging alles rasend schnell. Vorgewarnt durch diverse Tour-Fahrzeuge und Polizei-Motorräder, preschte mit einem mal das Feld vorbei. Den ersten Fahrer habe ich schon garnicht mehr erwischt, und die nächsten waren für meine Kamera auch noch zu schnell. Immerhin kann man mehr erkennen als auf diesem Bild von der Tour de France. Vor allem war ich hin- und hergerissen, ob ich mir das Ereignis nun direkt ansehen sollte, oder durch den Sucher (bzw. auf dem LCD-Display) des Fotoapparates. Von den Fahrern konnte ich übrigens keinen erkennen. Wie ich erst später im Fernsehen und auf den Presse-Fotos gesehen habe, wäre das aber auch bei halber Geschwindigkeit nur schwer möglich gewesen. Nach den unmittelbar um den Tagessieg kämpfenden Fahrern kamen weitere kleinere Gruppen an, die es nicht mehr ganz so eilig hatten. Anscheinend hatte die Bergwertung "Peter Auf'm Berge" das Feld doch etwas auseinandergerissen. Ich habe dann zwar noch versucht, mich wieder in Richtung Ziel durchzuschlagen, aber durch die Absperrungen, die diversen Aufbauten und die Unmengen von Leuten war das kaum möglich, und ich habe daher meinen ersten Tour-Tag beendet. Als Fazit muss ich sagen: Wer die Volksfest-Atmosphäre so eines Ereignisses mag, der hat sich bestimmt gut amüsiert. Ich persönlich werde beim nächsten Mal vermutlich doch wieder vor dem Fernseher sitzen, da man dort einfach mehr vom Sport mitbekommt. Alternativ würde ich mir vielleicht einen anderen Beobachtungsort aussuchen, wie z.B. die Bergwertung. Klar im Vorteil sind natürlich die Zuschauer bei Rennen wie der Nacht von Hannover oder den Hamburger Cyclassics (oder natürlich der Schluß-Etappe der Tour de France), wo aufgrund der Streckenführung die Fahrer mehrfach an einer Stelle vorbeikommen.