2010-09-05

Man gönnt sich ja sonst nichts...

Ich habe mich mal selbst nachträglich zum (runden) Geburtstag beschenkt und mir ein etwas besseres Teleobjektiv gegönnt. Die Kanone ist für mich als Hobby-Fotografen zwar eigentlich zwei Nummern zu groß, aber andere kaufen sich in meinem Alter einen Sportwagen, und dafür gibt es auch keine logische Begründung.

Mit meinen Sigma-Teleobjektiv sind mir - mit etwas Glück - einige ganz passable Fotos gelungen. Aber selbst unter optimalen Bedingungen konnte es immer passieren, dass es mich im Stich ließ. Dieser junge Haubentaucher ist schon recht grenzwertig



aber dieses Foto aus der gleichen Serie ist faktisch unbrauchbar



Obwohl der Fokusmesspunkt genau auf dem Kopf des Tieres lag, ist die Wasseroberfläche dahinter scharf. Insgesamt wirken viele Bilder "matschig".

Und so sieht ein erwachsener Haubentaucher in etwa der gleichen Entfernung mit dem neuen Nikkor-Objektiv aus:



Ein "Nachteil" des neuen Objektivs: Es ist etwa doppelt so schwer wie das Sigma, womit Freihand-Aufnahmen fast nicht mehr möglich sind (zumindest mir nicht). Die folgenden Fotos der letzten zwei Tage sind fast alle vom Einbein-Stativ gemacht, und ich muss mich erst an dieses Hilfsmittel gewöhnen.

Das erste Ziel war natürlich der Obersee. Leider ist im Augenblick nicht allzuviel los, aber diese junge Bachstelze erkundete einige Minuten lang das Ufer:



Am Enger Bruch konnte ich diese überfliegende Rohrweihe gerade so erwischen. In dem Moment war das Stativ eher hinderlich, und beinahe hätte ich sie verpasst.



Heute war ich dann am Dümmer, und bei strahlendem Sonnenschein konnte man allerlei Vögel sehen. Diesen Fischadler habe ich leider verpasst, da ich gerade erst dabei war, die Kamera auszupacken. Ich musste das Bild stark aufhellen, da er fast schon vor der aufgehenden Sonne flog:



Diesen Vogel kann ich leider nicht sicher bestimmen. Meine Vermutung ist ein junger Steinschmätzer:



Etwas später flog ein zweiter Fischadler fast direkt über mich hinüber, und wieder brauchte ich zu lange und war zu hektisch, bis ich die Kamera schußbereit hatte:



Eigentlich sind diese zwei Rohrweihen schon zu weit entfernt, aber immerhin kann man etwas auf dem Bild erkennen. Mit dem Sigma-Objektiv hätte ich diese Aufnahme komplett vergessen können.



Über dem Entwässerungsgraben neben der Südstraße tummelten sich Rauch- und Uferschwalben:



Ich habe mit der Kamera einfach mal draufgehalten, in der Hoffnung, das sich irgendjemand schon in der Fokus-Ebene aufhalten würde:




Zum Schluß habe ich noch einen alten Bekannten wiedergefunden. Diese Graugans mit einem ziemlich deutlichen Einschlag von Hausgans hatte ich schon im März fotografiert:



Ich muss mit dem neuen Objektiv noch üben, aber ich hoffe zur Kranich-Saison Ende Oktober soweit zu sein, dass ich endlich die Fotos machen kann, die ich schon immer haben wollte.

Kommentare:

Marc hat gesagt…

Happy Birthday!! =)

Örn hat gesagt…

Ist schon wieder 'ne Weile her. Aber trotzdem: Danke!

Sebastian hat gesagt…

Frag doch mal bei der NASA nach, was sie mit Hubble nach 2015 anstellen wollen. Dann brauchst Du aber glaube ich mindestens nen Tripod ;-)

Daniel hat gesagt…

Hi Jörn,
von mir auch nochmal alles Gute nachträglich!

Die Fotos und das Objektiv sind ja der Hammer.
Aber interessant wäre, um sehen zu können was das Objektiv "raus geholt" hat, wenn Du noch ein "normales" Foto dazu zeigen würdest. Sprich ohne die Nutzung vom Objektiv. So kann man ggf. mal sehen wie groß die Entfernung etc. war.

Viele Grüße,
Daniel

Örn hat gesagt…

Gute Idee. Ich will sowieso nochmal ein paar Vergleiche zwischen dem alten und dem neuen Teleobjektiv machen - nicht, dass ich mir den Upgrade am Ende hätte sparen können. Da kann ich dann gleich noch ein paar Aufnahmen mit einem Normalobjektiv dazutun.

@Sebastian: Auch 'ne gute Idee. Das blöde dabei: Wo muss man sich hinstellen, um das Teil aufzufangen, wenn es runterkommt?