2011-05-24

Fragen Sie den Experten

Ich hatte ja schon das eine oder andere Mal auf die Bilder von Eckhard Lietzow, einem Naturfotografen aus Enger, verwiesen. Hin und wieder ist man sich mal am Enger Bruch, am Obersee oder auch am Dümmer begegnet. Aber erst vor zwei Wochen kamen wir mal etwas in's Gespräch. Währenddessen fotografierten wir an der Jöllemündung am Obersee, was uns vor die Linse kam. Das gibt mir zunächst einmal die Möglichkeit eines direkten Vergleichs:

Blesshühner mit Nachwuchs:



Junge Nilgänse:



Junge Höckerschwäne:



Am besten waren an dem Tag aber insgesamt drei Flussregenpfeifer und drei Flussuferläufer. Hier begegnen sich gerade je einer von jeder Art:



Seine Fotos sind nach Arten sortiert: Blesshuhn, Nilgans, Flussregenpfeifer, Flussuferläufer.

Vor allem war Herr Lietzow aber so nett, mir anschließend per Mail ein paar wertvolle Tipps zu geben. Letztendlich habe ich meine Kamera bisher eigentlich falsch eingestellt gehabt: Die Bilder wurden überbelichtet. Zum einen musste ich das in der Nachbearbeitung korrigieren (was mir eigentlich irgendwann mal hätte auffallen können), zum anderen habe ich dadurch natürlich unnötig lange Verschlusszeiten gewählt.

Bei zwei weiteren Touren am Obersee habe ich die Belichtungskorrektur also anders eingestellt. Dadurch konnte ich fast immer mit einer kleineren Blende arbeiten (10 oder 11 statt bisher fast immer 8), und hatte trotzdem fast immer kürze Verschlusszeiten. Hier mal ein paar Serien, die mit den alten Einstellungen mit Sicherheit schlechter ausgefallen wären:

Ein Graureiher im Anflug, der sich dann mit vollem Körpereinsatz sein Frühstück verdient:



Eine Familie Wacholderdrosseln. Die Jungen betteln um Futter, was aber von dem Altvogel komplett ignoriert wird:



Bei einem der Haubentaucherpaare sind zwei Junge aus dem Gröbsten heraus und vertreiben sich die Zeit in der Nähe des arg ramponierten Nests:



Das ist eine Aufnahme etwa einen Monat früher, etwa von der gleichen Stelle, etwa bei gleicher Vergrößerung und Ausschnitt:



Zumindest wenn man sich die Bilder in Originalgröße anschaut, meine ich da eine Verbesserung zu erkennen.

Und ein paar weitere Bilder der letzten Wochen wollte ich auch noch zeigen:

Auf diesem Bild kaum zu erkennen



wuselten am Dümmer junge Kiebitze durch's Gras:



Ein Turmfalkenmännchen am Obersee:



und ein paar Tage später ein Weibchen:



Eine Dorngrasmücke:



Und meine Limikolen-Sammlung konnte ich mit diesem Rotschenkel im Oppenweher Moor erweitern:



Weiterhin auf meiner Liste steht aber in brauchbares Bild von einem Kuckuck. Ich konnte mich zwar von diesem Bild aus 2009



auf das hier aus der Johannisbachaue verbessern



aber da ist immer noch Potential.

2011-05-19

Live Earthquake Mashup needs new maintainer(s)

This is a repost of a mail to the Simile mailing list.

The Live Earthquake Mashup at

http://www.oe-files.de/gmaps/eqmashup.html

is, I think, one of the oldest applications (in the wild and still alive, at least) which uses Simile Timeline. It has been constantly running since March 2007. And it's starting to get old and needs someone to take care of it.

I know what you are thinking: Earthquake Mashup? BORING!! Probably. After all, this is the classic "hello world" example in "How to write Mashups in 20 Minutes". But over time, this mashup has achieved a nice constant level of usage, that usually skyrockets in the wake of big events (http://thebloeg.blogspot.com/2011/03/ooooh-that-ripped.html). So I guess it actually covers some kind of demand. And I think compared to its contenders, thanks to the Timeline widget, it looks pretty cool...

But to provide this service for some more years, the mashup needs an overhaul. Most urgent is probably a switch to current APIs, it still uses Timeline 1.x and Google Maps API 2.x. And compatibility with modern browsers (especially those in mobile devices) needs to be checked and improved. And I have a few other ideas. But unfortunately not the time, anymore...

I have set up a Google Project at

http://code.google.com/p/eqmashup/

and collected a few ideas in the Wiki. If you like to contribute to or take over this project, please let me know, so we can discuss the details.

2011-04-25

Nah und fern

Wie Robert Capa einst richtig feststellte: "If your pictures aren't good enough, you're not close enough." ("Wenn Deine Bilder nicht gut genug sind, bist Du nicht nah genug dran.") Leider gilt das nicht nur in der Kriegs- sondern auch in der Naturfotografie. Zum Glück sind die Gefahren dabei weitaus geringer...

An die Uferschnepfe vom letzten Mal kam ich bis auf wenige Meter heran, da diese Vögel fast schon zutraulich sind. Bei anderen Schnepfenvögeln ist das schon schwieriger. Auf diesem Foto von den Rieselfeldern in Windelsbleiche



kann man einen Bruchwasserläufer (vorne rechts), einen Waldwasserläufer (links) und eine Zwergschnepfe (dahinter) erahnen. Hätte nicht zwei Tage vorher in der Sturmmöwe eine detaillierte Aufstellung gestanden, hätte ich vermutlich überhaupt nicht darauf geachtet.

Am Enger Bruch waren ebenfalls diverse Schnepfenarten zu beobachten, aber teilweise auch so weit weg, dass meine Ausrüstung an die Grenzen ihrer Möglichkeiten kam. Ein paar Kampfläufer:



und wieder einige Bruchwasserläufer:



Immerhin kamen einige etwas näher:



Auch in Bruchmühlen sind laut den einschlägigen Foren alle möglichen Limikolen zu bewundern, aber auch hier sind die meisten für mich zu weit weg. Lediglich ein weiterer Bruchwasserläufer traute sich etwas näher heran:



Interessanterweise fand sich die beste Beobachtungsmöglichkeit in den letzten zwei Wochen ausgerechnet vor der Haustür, nämlich am Obersee. Die "Sandbänke" an der Jöllemündung scheinen diverse Watvögel anzuziehen, auch wenn anscheinend nur einzeln oder in sehr kleinen Gruppen. Los ging es vor zwei Wochen mit diesem Waldwasserläufer:



Dann ein Flussuferläufer



den ich ein paar Tage später nochmal etwas näher heranbekam:



Und heute wurde die Sammlung dann wieder von einem Bruchwasserläufer komplett gemacht:



Außerdem war ein Pärchen Flussregenpfeifer zu bewundern:



Links das Männchen, rechts das Weibchen. Ich konnte das Männchen ein paar mal hierbei beobachten:



Kiebitz-Männchen suchen so nach geeigneten Niststellen am Boden. Ich hoffe fast, dass sich das Paar aber für einen anderen Platz entscheidet. Wenige Minuten vor den Fotos lief dort noch ein abgeleinter Hund herum.

Apropos Familienplanung: Andere Tiere sind schon etwas weiter. Am Samstag konnte ich den ersten Haubentaucher-Nachwuchs fotografieren, wie er von den Eltern umsorgt wurde:



Zumindest die meiste Zeit. Hier sieht man, dass noch zwei weitere Geschwister folgen sollen:



Ein Nilgans-Paar hat ebenfalls sechs kleine Küken im Schlepptau. Mal folgen sie dem Vater, mal der Mutter:



Wobei ich nicht weiß, wer wer ist.

Andere Dinge, die mir in den letzten zwei Wochen vor die Linse gerieten: Ein Graugans/Kanadagans-Hybrid:



Das ist vermutlich genau das gleiche Tier, das ich vor ziemlich genau einem Jahr ebenfalls am Obersee fotografieren konnte:



In beiden Fällen scheint es sich aber nur kurz dort aufgehalten zu haben. Vor allem wurde es in diesem Jahr heftig von einem Höckerschwan gescheucht, der Störungen von seinem brütenden Partner fernhalten wollte.

Nach fast einen Jahr ist mir endlich mal eine brauchbare Aufnahme des Trauerschwans gelungen:



Dieses Turmfalkenweibchen in Bruchmühlen schaute sich nach einem Frühstück um:



was dieser Storch am Dümmer bereits gefunden hatte:



Wenn man genau hinsieht erkannt man, dass er eine Raupe oder etwas ähnliches in die Luft geworfen hat. Es ist übrigens der gleiche mit der Kennung "DEW 3X720" markierte Storch, der schon im Sturmmöwe-Blog gezeigt wurde.

Zum Schluss noch ein Kiebitz vom Dümmer, der sich auch erstaunlich nahe an mein Auto herantraute und sich überhaupt nicht von mir stören ließ: